Cover: Sfir

 

Die Berliner Band Sfir hat nicht nur einen schwierig aus zu sprechenden Namen, sondern spielt auch anspruchsvolle Musik. Ihr neuer Track  "Firs", spiegelt das am besten wieder. Diese Mischung aus alternativem Indie-Rock und retrospektivem Art-Rock geht tief unter die Haut. Der montone, dumpfe Gesang berührt mit grübelnden Gedankenfragmenten. Über den zügigen Drums wirkt er entrückt, leicht verstörend. Die dichte Gitarrenabmischung schrammt vorbei am Soundteppich und lässt immer wieder klare Melodielinien durchdringen. "Firs" fühlt sich an wie einer dieser sonnigen Tage, die man aber allein im eigenen Zimmer verbringt, grübelnd, während die Welt dadraußen keine Lust hat innezuhalten, sich einfach weiter dreht. Tägliche Routine. Die eigene ziellose Planlosigkeit kontrastiert mit dem euphorischen Aufbruch der anderen.
Diese Melancholie, so filigran einzufangen, das erfordert Geschicklichkeit. Sfirs schaffen das unaufdringlich, ohne große Rock-Allüren und überproduzierte Strukturen. Erst seit einem Jahr in dieser Formation aktiv, verspricht das endlich mal wieder eine starke, deutsche Band im alternativen Rock-Bereich zu werden. (kb/np)

RÜCKSCHAU

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ARCHIV

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KW 17/2018 Kali Uchis Tomorrow Virgin EMI Records
KW 16/2018 1010 Benja SL Wind Up Space Young Turks Recordings
KW 15/2018 St. Beauty Stone Mountain The Wondaland Arts Society
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KW 12/2018 Insecure Men Whitney Houston And I Fat Possum
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