
Schließt man die Augen und hört Michael Kiwanuka beim Singen zu, fühlt man sich zurückversetzt in ein Wohnzimmer der 60/70er Jahre: Man sitzt auf einem durchgesessenen, gelben Sofa, blickt an die vergilbte Blümchentapete und schaut zum Plattenspieler, auf dem gerade noch Bill Withers "Ain’t no Sunshine" seine Runden drehte. Nach vier Minuten dann ist man wieder in der Gegenwart angekommen, freut sich zwar darüber, dass man sich heute nur selten für Blümchentapeten entscheidet, ist aber gleichzeitig traurig darüber, dass dieses schöne Gefühl von Nostalgie, dass Michael Kiwanuka mit seiner angenehm dunklen, souligen Stimme erzeugt hat, wieder verschwunden ist.
Im Netz ist von dem erst 23-jährigen Briten mit der erwachsenen Stimme und Wurzeln in Uganda genauso viel Gutes zu hören wie über ihn zu lesen. Er wird mit Soul-Legenden wie Otis Redding und Bill Withers verglichen und der Guardian (und wir auch!) finden den Retro-Soul-Man wenig originell, aber ziemlich gut. Und stellt dann fest: Wer klingt wie Bill Withers, Van Morrison und The Temptations, bei dem spielt Originalität eh keine Rolle.
Michael Kiwanukas Debüt-Album "Home Again" erscheint nächstes Jahr am 06. März.
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 40/2018 | Hablot Brown | Gone | Soulection |
| KW 39/2018 | AlphaMob x Tightill | Schwedische Gardinen | distroption |
| KW 37/2018 | RVG | A Quality Of Mercy | Fat Possum |
| KW 36/2018 | DJ Khalab | Bafia | On The Corner |
| KW 35/2018 | Jaakko Eino Kalevi | Emotions in Motion | Weird World Record |
| KW 34/2018 | The Internet | Next Time / Humble Pie | Columbia |
| KW 33/2018 | Yuno | Fall In Love | Sub Pop |
| KW 32/2018 | Lokøy feat. Girl in Red | Malibu | Propeller Recordings |
| KW 31/2018 | 1805 | Chop Liver | 756190 Records DK |
| KW 30/2018 | The Blaze | She | Animal 63 |




