Rainbow Arabia - Let Them Dance
Let’s face it: Gleichzeitig mitreißende und nachhaltig wirkende Musik zu machen, ist in Zeiten der virtuellen Globalisierung, in der jeder meint, alles und jeden ganz genau zu kennen, für neue Künstler noch schwieriger geworden. Kaum eine Idee ist noch wirklich überraschend und frisch, vieles Neue wirkt eher gewollt und als gekonnt und zu viele Köche verderben sowieso den Brei. Umso erfreulicher, dass das Duo Rainbow Arabia erfolgreich in die Lücke zwischen dem Zwang, unbedingt hipp sein zu müssen und dem Anspruch nach zeitloser Musik stößt. Die Art von Musik, die das Ehepaar aus Los Angeles macht, lässt sich auf den ersten Blick in die Schublade „Elektroclash“ stecken, doch sie ist um einiges ideenreicher als sich nur auf den ungezügelten Einsatz von Synthesizern zu beschränken, so auch „Let Them Dance“ aus ihrer ersten EP „Basta“. Klänge aus Punjab und Arabien prägen das Bild, Tiffany Prestons hypnotisch hoher, aber niemals peinlicher Gesang hört sich schon fast an wie eine Aufforderung zum heiligen Krieg und Percussions sorgen für eine extrem diffuse Grundstimmung. Trotz dieser eher orientalischen Arithmetik verliert „Let Them Dance“ aber nie den psychedelischen Charme des westlichen Undergrounds und des Außenseitertums. Dementsprechend - und das ist die herausragende Eigenschaft des Songs - vielfältig und gegensätzlich sind auch die Assoziationen, die Rainbow Warrior transportieren: Vor zehn Sekunden noch auf einer indischen Hochzeit, jetzt beim Pyramidenbau im alten Ägypten, bald schon in der Altstadt von Jerusalem bei einem Jungen, der mit einem Spielzeug- Gewehr hantiert und schließlich in irgendeinem heruntergekommen Club in Los Angeles. Die Welt schrumpft zusammen, alles vermischt sich, Entkommen nicht möglich. (fl) Künstler: [http://www.rainbowarabia.com, Rainbow Arabia] | Label: [http:/www.manimalvinyl.com/ , Manimal Vinyl]

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KW 24/2016 Joey Purp Girls self
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