Drens - Wilhelm Be Gone

Über Musik aus der Heimat schreiben wir gerne. Wenn sie echt gut klingt, erst recht. Drens machen wieder solche Musik. Die klingt absolut nach Dortmund: nicht perfekt und auch nicht wunderschön, sondern ungeschminkt, ehrlich und leidenschaftlich.

Warum eigentlich wieder? Vor zwei Jahren brachten Arno, Fabian und Patrick ihr erstes Album The Whole Circus Before It Began raus. Punk aus der Nordstadt sollte das sein. Ein überzeugendes Werk für ein Debüt, mit mitreißenden Melodien. Die allerdings waren kein Punk, sondern Indierock bis sogar Indiepop. Jetzt ist davon nichts mehr übrig.

Die neue Single Wilhelm Be Gone hat einen rohen Sound. Die Gitarren sind übersteuert hingerotzt, das Schlagzeug laut, der Gesang ist ein mehrstimmiges Brüllen. Der neue Klang passt besser zu Drens. Diesen Eindruck vermittelt die Dortmunder Bands übrigens selbst. Sie distanziert sich vom alten Material deutlich und hat ihre musikalische Identität der letzten zwei Jahre ausgelöscht. Das erste Album gibt es nicht mehr zu kaufen. Die Musikvideos sind aus dem Netz verschwunden. Bei Live-Auftritten wird nichts mehr davon performed.

Stattdessen hat die Band, die mittlerweile von Joel an Gitarre und Schlagzeug unterstützt wird, sichtbar enorm viel Spaß bei den neuen Tracks, dass man sich fragen muss: Warum nicht gleich so? Ein zweites Album releasen Drens aber nicht, selbst wenn genügend neue Tracks aufgenommen worden sind. Was roh klingt, soll auch roh verkauft werden: Die Band bringt nach und nach nur einzelne Singles raus. 

(Julian Beyer, eldoradio*)

RÜCKSCHAU

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ARCHIV

WOCHE Künstler/Band NAME DES ALBUMS/SONGS MUSIKLABEL
KW 06/2017 Nicola Cruz Danza De Visión Multi Culti
KW 10/2004 Firewater Dark Days Indeed siehe Text
KW 33/2019 Sofia Portanet Das Kind Duchess Box Records
KW 05/2014 Basenji Dawn siehe Text
KW 17/2015 Dylan Stark Daydream Civil Music
KW 01/2011 CREEP Days siehe Text
KW 24/2018 Pete Philly Dear Black Unicorn
KW 22/2014 JATA Dear Lover none
KW 51/2008 White Lies Death siehe Text
KW 12/2010 Mux Mool Death 9000 (Radioversion ft. Prof & P.O.S.) siehe Text