Dry The River - Weights & Measures
Manchmal steht am Ende eine verblüffende Überraschung. Als 2008 die Musikkritik schon allerorten das Ende der Folkrock-Hysterie ausgerufen hat und jede neue Band dieses Genres als nicht zukunftsfähig abgetan wurde, wuchsen Mumford & Sons zu Stars. Sie standen einfach mit ihrem reichhaltigen Instrumentarium und den eingängigen Songs auf der Bühne und fortan jubelte das Publikum unauhörlich. Die Bühnen wurden von Auftritt zu Auftritt zu klein für ihren überbordenden Erfolg – im nächsten Jahr dürften sie mit ihrem Zweitling gewiss mittelgroße Hallen füllen. Was das alles mit Dry The River zu tun hat? Nicht bloß eldoradio* traut ihnen zu, 2012 zu wahren Publikumslieblingen zu avancieren. Mit ihrer Ausrichtung als Missing Link zwischen Fleet Foxes, Okkervil River und genannten Mumford & Sons könnten sie punkten, auch ohne das Rad neu zu erfinden oder bloß weiterzudrehen. Southern Rock, Blues und Songwriting sind ihre Domänen, ihre Songs immer auch ein bisschen pastoral und getragen pathetisch, aber voll mit süffige Melodien und schamanisch schönen Texten. Kurzum: Dry The River haben einen verspielten, aber immer sehr gefälligen Klang und sind damit prädestiniert für steigende Bekanntheit. Ihre Semi-Akustiksongs sind dabei nie zu schmutzig fürs große Radio, verbreiten eine angenehme Atmosphäre und punkten mit einem authentischen Straßenköter-Charme – obwohl die fünf Londoner das Produkt der Machenschaften des großen Labels Sony sind. „Weights & Measures“ aus der gleichnamigen EP ist ein Vorgeschmack auf das im März erscheinende Album.

RÜCKSCHAU

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ARCHIV

WOCHE Künstler/Band NAME DES ALBUMS/SONGS MUSIKLABEL
KW 06/2017 Nicola Cruz Danza De Visión Multi Culti
KW 10/2004 Firewater Dark Days Indeed siehe Text
KW 33/2019 Sofia Portanet Das Kind Duchess Box Records
KW 05/2014 Basenji Dawn siehe Text
KW 17/2015 Dylan Stark Daydream Civil Music
KW 01/2011 CREEP Days siehe Text
KW 24/2018 Pete Philly Dear Black Unicorn
KW 22/2014 JATA Dear Lover none
KW 51/2008 White Lies Death siehe Text
KW 12/2010 Mux Mool Death 9000 (Radioversion ft. Prof & P.O.S.) siehe Text