Shamir -- If It Wasn't True

Ein eingängiger Beat, eine klare Basslinie. Es klingt nach Discomusik und fühlt sich nach rhytmischer Bewegung an. Dazu eine dünne, feminine Stimme, die infantil, selbstbewusst und verwegen zugleich klingt. Das ist Disco/House von Shamir, dem Neunzehnjährigen aus Las Vegas. Mit seiner einzigartigen Stimmfarbe, die fast schon befremdlich zu diesem felsenfesten Beat klingt, setzt er klare Kontraste. Aber genau diese Präsenz ist es, die sich in „If It Wasn’t True“ so passend anhört.

Shamir trällert diesen Song heiter und verleitend zugleich, so als würde er wissen, dass der Abend  eigentlich schon zu spät für ihn ist – trotzdem bringt er diesen Song mit. Und der setzt diesen klaren Beat, zu dem man sich bewegen will, vielleicht sogar ekstatisch. „If It Wasn’t True“ erinnert an leicht amateurmäßige, körperbetonte Musik, von Leuten gemacht, die möglicherweise  eher den Bus zur Arbeit nehmen. In seinem letzten Refrain erreicht der Track einen nahezu psychedelischen Eifer - eine vertrauenserweckende und dennoch leicht zu verpfuschende Machart in einem Genre, das häufig die Grenzen zwischen Physis und Ekstase zu verwischen versucht.

„If It Wasn’t True“ ist eingängig, klar und sexy – letzteres vor allem durch Shamirs fast schon skurrile Stimme. (juk)

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