Cover: Sfir

 

Die Berliner Band Sfir hat nicht nur einen schwierig aus zu sprechenden Namen, sondern spielt auch anspruchsvolle Musik. Ihr neuer Track  "Firs", spiegelt das am besten wieder. Diese Mischung aus alternativem Indie-Rock und retrospektivem Art-Rock geht tief unter die Haut. Der montone, dumpfe Gesang berührt mit grübelnden Gedankenfragmenten. Über den zügigen Drums wirkt er entrückt, leicht verstörend. Die dichte Gitarrenabmischung schrammt vorbei am Soundteppich und lässt immer wieder klare Melodielinien durchdringen. "Firs" fühlt sich an wie einer dieser sonnigen Tage, die man aber allein im eigenen Zimmer verbringt, grübelnd, während die Welt dadraußen keine Lust hat innezuhalten, sich einfach weiter dreht. Tägliche Routine. Die eigene ziellose Planlosigkeit kontrastiert mit dem euphorischen Aufbruch der anderen.
Diese Melancholie, so filigran einzufangen, das erfordert Geschicklichkeit. Sfirs schaffen das unaufdringlich, ohne große Rock-Allüren und überproduzierte Strukturen. Erst seit einem Jahr in dieser Formation aktiv, verspricht das endlich mal wieder eine starke, deutsche Band im alternativen Rock-Bereich zu werden. (kb/np)

RÜCKSCHAU

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ARCHIV

WOCHE Künstler/Band NAME DES ALBUMS/SONGS MUSIKLABEL
KW 03/2003 Fidget The Marks Of Those siehe Text
KW 04/2003 Rya Planetary Council siehe Text
KW 05/2003 Koufax Let Us Know siehe Text
KW 06/2003 The Delgados Mad Drums siehe Text
KW 07/2003 Super Preachers I Feel Happy siehe Text
KW 08/2003 Quarashi Tarfur siehe Text
KW 09/2003 The Raveonettes Whip It On siehe Text
KW 10/2003 Joe Jackson Band Bright Grey siehe Text
KW 11/2003 Stereomud Show Me siehe Text
KW 12/2003 The White Stripes Good To Me siehe Text