Cover: M.E.S.H.

Jeder kann wohl ein Lied davon singen: Manches erschließt sich einem erst in besonderen Situationen. Dabei kommt es gar nicht darauf an, wie simpel oder komplex die Musik ist, zuvor weit Entferntes ist plötzlich ganz nah. Ob nun die neue Timber Timbre auf der nächtlichen Fahrradfahrt nach Hause oder "Manifesto", das schlechteste Album von Roxy Music, beim Warten auf den um Stunden verspäteten Eurostar - irgendwann könnte es immer Klick machen, sei es anfangs oder auch über Jahre hinweg noch so fremd gewesen.

Und dann gibt es das Gegenteil. Ein Album, ein Stück, das sofort verfängt und eine große Vertrautheit transportiert. Auch hier ist es vollkommen unerheblich, ob es zugänglich ist oder nicht. "Imperial Sewers" von M.E.S.H. aus Berlin fällt da schon eher in die zweite Kategorie. Die dezente Zurückhaltung im Sound, das Anschleichen aus dem Hinterhalt und die leichtfüßigen, stets spannungsgeladenen Beats machen den Song aus. Die kalte Elektronik wird ein ums andere Mal sanft gebrochen und schweift in diesen Momenten gar ins Poppige ab. Eine erstaunliche Gratwanderung. (yy)

"Imperial Sewers" entstammt der EP Scythians.

 

RÜCKSCHAU

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