Kate Nash - Foundations
Diesen Sommer beim Haldern Pop: das Festival im Spiegelzelt eröffnen muss ausgerechnet eine kleine, auf den ersten Blick unscheinbare, obwohl mit alarmierend rotem Haar ausgestattete, junge Dame aus London. Sie nimmt am Klavier Platz, lächelt ein superbritisches „Hello“ ins Publikum und spielt unbekümmert drauf los. Später sollte der in GB schon ziemlich erfolgreiche Newcomer, kein unbeschriebenes Blatt mehr sein. Kate Nashs Songs rocken meist forsch los, mit Klavier, mit Gitarre und mit Synthesizer. Ihre Songs leben auch von den Texten, und die Texte handeln vom Leben. Es sind kleine Stories über so ziemlich alles, worüber man schreiben kann. Insgesamt macht sie in erster Linie wirklich erfrischenden Piano-Britrock. Das momentan wohl beste Beispiel dafür ist unsere Zukunftsmusik dieser Woche: „Foundations“. In „Foundations“ singt Kate Nash über Beziehungsstress und die daraus resultierenden irrationalen Verhaltensweisen. Das tut sie auf eine solch nachvollziehbare Weise, dass sich ein jeder irgendwo darin wieder erkennen kann, ohne dass Nash es auf Allgemeingültigkeit angelegt hätte. Mit einem Augenzwinkern vermittelt sie eine ehrliche und persönliche Geschichte vom Unterschied zwischen Wollen und Können. Beim gebannten Zuhören und Reindenken sollte man aber auf keinen Fall die Musik vergessen, die ist nämlich auch ganz toll und steht keinesfalls nur Page für den Gesang und die Texte. Selbstbewusst klimpert das Piano, beschwingt geht die Gitarre mit den Rasseln und Drums rhythmisch Hand in Hand. Und wer genau hinhört, erkennt im Hintergrund auch noch einen Synthesizer, der sich immer mehr in den Vordergrund drängt und das Ganze noch abwechslungsreicher macht. Man darf sich auf mehr Songs dieser Art freuen. Das Album „Made of Bricks“ erscheint leider erst am 12.10. in Deutschland, ist aber schon als UK-Import zu erstehen. „Foundations“ als Single gibt’s schon am 28.09. Dafür, dass man Kate Nash bis dahin nicht wieder vergessen hat, wird gesorgt sein. Vielleicht durch den Hype in GB, höchstwahrscheinlich aber durch diesen Song. (Sven Riehle) Künstler: [[http://www.katenash.co.uk/, Kate Nash]] | Label: [[http://www.polydor.co.uk/polydor.html, Polydor]]

RÜCKSCHAU

KW 15/2024
Morgan Harper-Jones Lose A Tooth
KW 11/2024
Thérèse No Right Time
KW 10/2024
Die neue Zärtlichkeit STRG+ALT+ENTF
KW 07/2024
MAIKA Little Lizard
KW 04/2024
Edgar Homeros Please Be Careful

ARCHIV

WOCHE Künstler/Band NAME DES ALBUMS/SONGS MUSIKLABEL
KW 50/2016 View ft. Noah Kin Spill Music Kickup
KW 35/2018 Jaakko Eino Kalevi Emotions in Motion Weird World Record
KW 25/2019 Laurel Life Worth Living Counter Records
KW 47/2016 Laurel Maybe Baby Counter Records
KW 46/2016 The Japanese House Swim Against The Tide Dirty Hit / Universal
KW 45/2016 Cakes Da Killa Gon Blow Ruffians
KW 41/2016 Elliot Make Love To Me ICEA
KW 43/2016 Parcels Myenemy Kitsune
KW 40/2016 Tkay Maidza Carry On (feat. Killer Mike) Kitsune
KW 39/2016 What So Not Lone OWSLA