Ghoul - The Slip
Gehört das zum Lied oder spinnt die Anlage? Glitch heißt die Musikrichtung, die Störgeräusche zum elementaren Teil ihrer Kunst macht. Auch das Quartett Ghoul aus Sydney bedient sich der Methode, was beim ersten Hören in der Redaktion natürlich unmittelbar Fragen aufgeworfen hat... Kann man das machen? Schnell aber war die Gefahr von verärgerten aufs-Radio-klopfenden-Hörern vergessen. Denn irgendwie haben dann alle an Hayden Thorpe gedacht, wie er seinem Leiden über die dunklen Momente des Lebens mit hochemotionaler Leierstimme Ausdruck verleiht. Oder an Antony Hegarty, der vor lauter Kopflosigkeit über die Zeilen an sich selbst - „Would you believe I slipped again after an honest break?“ - eine falsche Abbiegung direkt in eine Einbahnstraße nimmt. Endstation Wahnsinn. So hört es sich an, wenn Ivan Vizintin in "The Slip" den traurigen Verlauf einer Trennung besingt. Die synkopische Rhythmik ist manchmal so vertrackt, dass sie uns damit überrascht, trotzdem wieder den Anfang eines Taktes zu finden. Das haben Baths schon mal wundervoll vorgemacht. Ghoul machen wundervoll weiter. (nk)

Band: tumblr | Facebook || Label: Speak N Spell

RÜCKSCHAU

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ARCHIV

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KW 06/2003 The Delgados Mad Drums siehe Text
KW 07/2003 Super Preachers I Feel Happy siehe Text
KW 08/2003 Quarashi Tarfur siehe Text
KW 09/2003 The Raveonettes Whip It On siehe Text
KW 10/2003 Joe Jackson Band Bright Grey siehe Text
KW 11/2003 Stereomud Show Me siehe Text
KW 12/2003 The White Stripes Good To Me siehe Text