Cold Specks - Holland
Baumwolle, Leid, Unterdrückung – die Wurzeln des Blues. Ursprünglich eine Sklavenmusik, entstanden auf den Feldern der amerikanischen Südstaaten. Voller Schmerz, aber immer mit einem kleinen Rest Trost und Hoffnung. Damit die Verzweiflung nicht zu groß wird. Diese Geschichte kennt man so weit. Jetzt wird sie fortgeschrieben.

Cold Specks kommt aus Kanada, heißt eigentlich Al Spx (was mindestens genauso rätselhaft klingt) und ist Anfang 20. Über Baumwolle macht sie sich wohl nur Gedanken, wenn sie ihre Wäsche sortiert – trotzdem sehen Kritiker in ihr die rechtmäßige Erbin der alten Bluesgrößen. Sie schafft es im Moment, der Musikrichtung neues Leben einzuhauchen, ohne sie wirklich zu revolutionieren.

Ihre erste Single „Holland“ bleibt im Kopf. Und das liegt weder an den zurückgenommenen Gitarren, noch am dezenten Cello, sondern einzig und allein an der Stimme. Rauchig, tief, schwarz. Sie trifft direkt in die Seele. Die Lyrics malen Szenarien um Leben und Tod, erinnern an Gospels. Und wenn die monotone Bassdrum einsetzt und den schleppenden Rhythmus vorgibt, dann sind sie plötzlich wieder da. Die Baumwollfelder. (pan)

Listen:

Holland/Old Stepstone by Cold Specks

RÜCKSCHAU

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ARCHIV

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KW 06/2003 The Delgados Mad Drums siehe Text
KW 07/2003 Super Preachers I Feel Happy siehe Text
KW 08/2003 Quarashi Tarfur siehe Text
KW 09/2003 The Raveonettes Whip It On siehe Text
KW 10/2003 Joe Jackson Band Bright Grey siehe Text
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KW 12/2003 The White Stripes Good To Me siehe Text