
Vor zwei Jahren war sie noch der erstaunliche UK-Import am Pophimmel, die sechzehnjährige Schein-Naive, die sich als Prinzessin verkleidet, mit Darth Vader flirtet und über Dinosex singt, gleichzeitig aber die Menschen in ihrem Umfeld genau durchschaut. Inzwischen ist Charli XCX eine erwachsene Frau, die dieses Jahr mit „Stay Away“ schon eine viel gelobte
Single produziert hat und mit „Nuclear Seasons“ nun eine tolle Nummer zwischen Elektro und Pop nachlegt.
Mit vier hatte Charli ihren ersten Auftritt als „Barbie Girl“, mit zwölf den ersten richtigen Gig. Als Sechzehnjährige ist sie gleichzeitig Kunstfigur in den Londoner Clubs und unauffälliges Schulmädchen im Vorort. Die Doppelrolle gelingt ihr ziemlich gut, über die Frau hinter Charli XCX erfährt man nicht viel.
„Nuclear Seasons“ ist mit seinem Synthesizer-Sound und Charlis wahnwitziger, halb realer, halb überirdischer Stimme eine Reminiszenz an die schillernden Achtziger und gleichzeitig im Hier und Jetzt verankert. Tanzbare und kokett zelebrierte Künstlichkeit – Chapeau! (st)
Listen:
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 03/2003 | Fidget | The Marks Of Those | siehe Text |
| KW 04/2003 | Rya | Planetary Council | siehe Text |
| KW 05/2003 | Koufax | Let Us Know | siehe Text |
| KW 06/2003 | The Delgados | Mad Drums | siehe Text |
| KW 07/2003 | Super Preachers | I Feel Happy | siehe Text |
| KW 08/2003 | Quarashi | Tarfur | siehe Text |
| KW 09/2003 | The Raveonettes | Whip It On | siehe Text |
| KW 10/2003 | Joe Jackson Band | Bright Grey | siehe Text |
| KW 11/2003 | Stereomud | Show Me | siehe Text |
| KW 12/2003 | The White Stripes | Good To Me | siehe Text |




