Xul Zolar - Soft Drones

Wenn sich ein paar Musiker im 'Club Scheiße' (Köln) treffen und eine Band gründen - ist das dann eine gute Idee oder eher...? Bei Xul Zolar war es wohl eine gute Idee, denn sonst wäre ihr Song Soft Drones nicht zustande gekommen. Ein einzigartiger Mix aus sehr rhythmischen Drums und soften Vocals.

Wer sich die Tonspur von Soft Drones ansieht, kann alleine schon durchs Gucken erkennen, wie sich der Song aufbaut. Er beginnt mit einem hellen, eingängigen Klavierton. Dieses Klacken wollten Xul Zolar eigentlich gar nicht erzeugen - waren von dem Ton aber so begeistert, dass sie ihn unbedingt in einem Lied unterbringen wollten. Nach und nach kommen elektronische Klänge dazu, bis dann die rhythmischen Drums einsetzen. Es hört sich an, als würden Xul Zolar uns eine Geschichte erzählen wollen: Einleitung - Hauptteil - Schluss.

Im Hauptteil setzt der Gesang ein. Er hört sich mehr wie ein weiteres Instrument an, als eine Stimme, so sehr verschmiltzt Ronald Röttel mit der Melodie. Wovon er singt? Ganz ehrlich: Keine Ahnung. Er lässt sich von der Melodie leiten, fügt sich genau zwischen das Brummen der Drums ein. Dabei verlieren seine Worte die Form. Da hilft es leider auch nicht, dass Ronald etwas nuschelt. Für die Einleitung und ihren Hauptteil lassen sich Xul Zolar viel Zeit - umso abrupter kommt das Ende von Soft Drones.

Xul Zolar gibt es zwar schon seit 2011. Ihr Debüt werden die Männer aus Köln aber erst nächstes Jahr feiern, wenn am 19. Januar ihr erstes Album Fear Talk erscheint. Ihr Managment hat dazu extra das Label Asmara Records gegründet.

Die Geschichte, die Xul Zolar mit ihrem Song Soft Drones erzählen, erinnert mich an einen Tag am Meer. Grauer Himmel, Nieselregen, hohe Wellen, Sonnenuntergang. Und dann ZACK - kommt die Nacht.

(Julia Barz, eldoradio*)

 


 

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