Speech Debelle - The Key
Dieses Jahr braucht kein Mensch mehr Kugeln, um in die Zukunft zu blicken. Nein, das ist nicht mehr zeitgemäß. Und außerdem ist die Sache auch so schon glasklar: Speech Debelle wird dieses Jahr das große Ding im HipHop, mindestens was den UK-Output anbetrifft. Und warum ist das so? Weil sie dem zusehends einstaubenden Großgenre neue Qualität bringt, vielleicht sogar neues Leben einhauchen kann. Zwar gab es auch im letzten Jahr immer wieder fleißige Staubwischer, allerdings meist in engen Ecken und Nischen, und nicht auf großer Fläche. Das könnte die junge Britin Speech Debelle mit ihren sympathischen, interessanten Stories und dieser großen, das kann man so sagen, ganz großen Stimme jetzt besorgen. Der Style weckt Gedanken an raues Straßenklima, harte Kindheit und was wir nicht alles in- und auswendig kennen. Aber da sind kleine, erzählenswerte Geschichten, wie direkt aus dem Leben geschnitten und nirgends künstlich aufgeblasen. Und da ist eine ehrliche und in dieser Form ungewöhnliche Instrumentierung. Echte Drums, Akustikbass und pfiffig-rhythmische Klarinettenbewegungen in einem mitunter leicht melancholischen Lebenslauf. Kein Old School, obwohl es schnell so aufgefasst werden könnte, kein pseudoinnovatives Experiment. Eine Rückbesinnung auf so bisher nicht da gewesenes könnte man es nennen. „The Key“ ist eine erste Großtat, dem kommenden Album muss man aufgrund der restlichen bisher erhältlichen Tracks noch Größeres zutrauen. (Sven Riehle) Künstler: Speech Debelle | Label: Ninja Tune

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ARCHIV

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KW 42/2016 D.D Dumbo King Franco Picasso 4AD
KW 37/2019 Jay Som Anak Ko Lucky Number
KW 15/2014 FTSE Nite Life Lucky Number
KW 44/2004 CDOASS Speak To Me siehe Text
KW 12/2010 Mux Mool Death 9000 (Radioversion ft. Prof & P.O.S.) siehe Text
KW 41/2007 Imani Coppola Let It Kill You siehe Text
KW 04/2012 Johan Talabot So Will Be Now siehe Text
KW 04/2004 Los Placebos Jeden Tag Ein Bisschen Ska siehe Text
KW 23/2006 New Flesh Wherever We Go siehe Text