Albumcover: Rabit - Communion

Alle sind sich dem versteckten Rassismus gegen Homo-/Bi- und Transsexuelle in den USA bewusst - aber keiner möchte offen darüber reden. Das ist eine Beobachtung des Produzenten Eric Burton aus Houston im konservativen Texas. Er nennt das "fake consciousness".

Als Rabit hat Eric Burton gerade sein Debütalbum beim Label Tri Angle Records veröffentlicht. Der Sound entspringt Burtons verworrenen Gefühlen gegenüber der amerikanischen Gesellschaft. Der Titel Communion spielt dabei auf seine eigenen Erfahrungen an. Burton selbst ist als Homosexueller in einem katholischen Haushalt aufgewachsen ist. Noch dazu in einem der konservativsten US-Bundesstaaten, Texas. “When I sit down to work on a song, that's my time to really put all those feelings down,” sagte Rabit dazu kürzlich im Fader-Interview. Damit ist das Album Communion eine sehr persönliche Reaktion auf die immer wieder gegenwärtige Unterdrückung von Minderheiten in den USA geworden.

Der Song Snow Leopard ist eins der prägnantesten Stücke auf dem Album. Mit seinen sperrigen Beats, langen Echos und wiederholt klackernden Maschinen-Gewehr-Geräuschen lässt der Song uns in den Sound des britischen Grime eintauchen. Er klingt aggressiv, ein bisschen wie ein Fiebertraum, bricht dann aber auch immer wieder auf und wird auf einmal beruhigend verschwommen. Dabei kommt Rabit auf Snow Leopard anders als die meisten seiner Grime-Kollegen komplett ohne brutale Lines aus, kein einziges Wort wird gerappt oder gesungen. Allein die Loops tragen durch das düstere Stück.
Snow Leopard vermittelt eine drückende, und auch irgendwie spannende Atmosphäre und würde damit auch einen wunderbaren Soundtrack liefern – vielleicht wenn es mal eine Matrix-Fortsetzung gibt…(lf/np)

 

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