Lukestar - White Shade
Das typische Skandinavische in der Rockmusik zu finden, ist nicht wirklich ein schwieriges Unterfangen. Meist sind es Bands wie Mew oder Kashmir, denen zwischen selbstvergessenen Melodien und hochfliegenden Stimmen eine gewisse melpomenische Traurigkeit innewohnt. Irgendwo zwischen den drängenden Saiten und schimmernden Sounds. Eine unterkühlte Entrücktheit, die mit Worten kaum zu beschreiben ist. Auch Lukestar aus Oslo üben sich diesem Klangideal gegenüber in ehrfürchtiger Ergebenheit. Die Gitarren in Schichtung gereiht, die viralen Falsettos mit dem Wirbelwind tanzend und die Drums schwungvoll in Rage gebracht – so gewinnt ihr Rock eine eigenbrötlerische Variante, die aber versierte und immerwährend melodiöse Lichtpunkte setzt. Die verwaschene Produktion, die an die Rundungen mancher Blonde Redhead-Platten denken lässt und die störrische, fast gebrochene Gitarrenarbeit ergänzen sich stimmig und läuten den Herbst passend ein. Jetzt müssen sich nur noch die Bäume von ihren blöden Blättern trennen. (mw)

RÜCKSCHAU

KW 15/2024
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Die neue Zärtlichkeit STRG+ALT+ENTF
KW 07/2024
MAIKA Little Lizard
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Edgar Homeros Please Be Careful

ARCHIV

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KW 03/2009 Tiago La – Ages for Avedon siehe Text
KW 34/2010 Gobble Gobble Eat Sun, Son siehe Text
KW 40/2007 Ungdomskulen Modern Drummer siehe Text
KW 44/2003 Primal Scream Some Velvet Morning (feat. Kate Moss) siehe Text
KW 30/2005 Tullycraft Our Days In Kansas siehe Text
KW 16/2012 Dawn Richard Black Lipstick siehe Text
KW 31/2008 Chin Chin Dontchusee siehe Text
KW 49/2013 Broods Bridges siehe Text
KW 14/2011 Wu Lyf LYF siehe Text