
Im Londoner Underground wird wieder geträumt und sinnlich-verspielte Klänge lösen den geneigten Kopfhörer-Enthusiasten vom rauen Alltag: The High Wire. Das Haupstadt-Trio um Sänger/Gitarrist Tim Crompton schafft den Spagat zwischen tanzbarem Dreampop und sphärischem Shoegaze, der stellenweise an Früh-Neunziger Klangträumer wie „My Bloody Valentine“ oder „Slowdrive“ erinnert, aber keineswegs bloß die Vergangenheit zitiert.
Sanfte Synth-Flächen vermischen sich hier mit treibenden, mal fuzzigen Gitarren-Melodien und psychedelischem, wie beruhigendem, sogar teils weiblichem Gesang, der auf eigene verführerische Weise fesselt. „Augen schließen! Träumen! Gut fühlen!“ scheint das Motto des Zwei-Mann-plus-Frau-Gespanns zu sein und so haben sie mit „Odds and Evens“ gerade genau die richtige Single veröffentlicht, die mit ihrer sanften und positiven Stimmung noch so manchen iPod erobern wird. Kein Wunder also, dass die Band schon bei der letzten Coldplay-Tour im Winter 2008 als Opener fungieren durfte.
The High Wire servieren so einen süßen Appetithappen der Hunger auf mehr macht. Hauptgang gibt’s dann Ende Februar mit dem Longplayer “The Sleep Tape” und hoffentlich eine Nachspeise in Form von einigen Club-Gigs in Deutschland. (sh)
Künstler: High Wire | Label: Grandpa Stan
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 10/2016 | Hadern im Sternenhagel | Feuermelder | Chateau LaLa |
| KW 09/2016 | Marlon Williams | Strange Things | Dead Oceans |
| KW 08/2016 | Lion Babe | Impossible | Outsiders Music UK |
| KW 07/2016 | Raff Alpha | Young Buddha | self |
| KW 06/2016 | Tuff Love | Sweet Discontet | Caroline |
| KW 05/2016 | Anderson .Paak | Put Me Thru | Steel Wool |
| KW 04/2016 | AB Syndrom | Taumeln Taumeln | brillJant alternatives |
| KW 03/2016 | Babyfather | Meditation | Hyperdub |
| KW 02/2016 | Crack Ignaz und Wandl | Rawness | Melting Pot Music |
| KW 01/2016 | Hinds | San Diego | Primary Talent |




