
Der Leuchtturm: Schon seit der Antike eine ebenso mystische wie pragmatische Landmarke mitten im Nichts, die es sogar zu Weltwunder-Ehren brachte. Er ist die letzte Hoffnung für alle, die die Hand vor Augen nicht mehr sehen können, im wörtlichen und übertragenen Sinn. Und damit gleichzeitig eine Erscheinung, die für Konformität und merkelsche Alternativlosigkeit steht.
Wild Palms aus London machen sich auf, den Turm einzureißen. Der Sehnsucht nach einem Leben abseits geordneter und vorgezeichneter Bahnen ohne Umschweife Nachdruck verliehen. Schleppende Beats, die den Hörer wie in einer Zeitreise zurück zu My Bloody Valentine versetzen, arbeiten sich am Falsett ab, das mehr und mehr die Oberhand gewinnt. Und doch bilden diese Gegensätze die beruhigende Gewissheit, dass es auch anders geht als vorgezeichnet. Das aufpeitschende Finale tut sein Übrigens. Mission erfüllt. (fl)
Künstler: Wild Palms | Label: One Little Indian | Reinhören: hier
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 19/2004 | Anajo | An Der Bahn | siehe Text |
| KW 35/2009 | Health | Die Slow | siehe Text |
| KW 49/2005 | Abuela Coca | Derrocha | siehe Text |
| KW 18/2012 | St. Lucia | Closer Than This (Viceroy Remix) | siehe Text |
| KW 30/2007 | Animal Collective | Peacebone | siehe Text |
| KW 51/2013 | The Bedroom | The Big Up | siehe Text |
| KW 50/2004 | Sugarplum Fairy | (And Please) Stay Young | siehe Text |
| KW 13/2010 | Malachai | Snowflake | siehe Text |
| KW 25/2005 | Daddy Yankee | No Me Dejes Solo | siehe Text |
| KW 46/2011 | Dillon | Tip Tapping | siehe Text |




