
Der Leuchtturm: Schon seit der Antike eine ebenso mystische wie pragmatische Landmarke mitten im Nichts, die es sogar zu Weltwunder-Ehren brachte. Er ist die letzte Hoffnung für alle, die die Hand vor Augen nicht mehr sehen können, im wörtlichen und übertragenen Sinn. Und damit gleichzeitig eine Erscheinung, die für Konformität und merkelsche Alternativlosigkeit steht.
Wild Palms aus London machen sich auf, den Turm einzureißen. Der Sehnsucht nach einem Leben abseits geordneter und vorgezeichneter Bahnen ohne Umschweife Nachdruck verliehen. Schleppende Beats, die den Hörer wie in einer Zeitreise zurück zu My Bloody Valentine versetzen, arbeiten sich am Falsett ab, das mehr und mehr die Oberhand gewinnt. Und doch bilden diese Gegensätze die beruhigende Gewissheit, dass es auch anders geht als vorgezeichnet. Das aufpeitschende Finale tut sein Übrigens. Mission erfüllt. (fl)
Künstler: Wild Palms | Label: One Little Indian | Reinhören: hier
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 14/2009 | Speech Debelle | The Key | siehe Text |
| KW 26/2004 | Fiery Furnaces | Single Again | siehe Text |
| KW 49/2003 | Maxeen | Love Goes A Long Way | siehe Text |
| KW 45/2010 | Girl Unit | Wut | siehe Text |
| KW 09/2007 | Dúné | Bloodlines | siehe Text |
| KW 30/2013 | Katie Got Bandz ft. King Louie | Pop Out | siehe Text |
| KW 42/2008 | Misanthrop | Effi Briest | siehe Text |
| KW 40/2007 | Ungdomskulen | Modern Drummer | siehe Text |
| KW 09/2014 | Isaiah Rashad | West Savannah | siehe Text |
| KW 21/2009 | Rye Rye | Bang | siehe Text |




