
Der Leuchtturm: Schon seit der Antike eine ebenso mystische wie pragmatische Landmarke mitten im Nichts, die es sogar zu Weltwunder-Ehren brachte. Er ist die letzte Hoffnung für alle, die die Hand vor Augen nicht mehr sehen können, im wörtlichen und übertragenen Sinn. Und damit gleichzeitig eine Erscheinung, die für Konformität und merkelsche Alternativlosigkeit steht.
Wild Palms aus London machen sich auf, den Turm einzureißen. Der Sehnsucht nach einem Leben abseits geordneter und vorgezeichneter Bahnen ohne Umschweife Nachdruck verliehen. Schleppende Beats, die den Hörer wie in einer Zeitreise zurück zu My Bloody Valentine versetzen, arbeiten sich am Falsett ab, das mehr und mehr die Oberhand gewinnt. Und doch bilden diese Gegensätze die beruhigende Gewissheit, dass es auch anders geht als vorgezeichnet. Das aufpeitschende Finale tut sein Übrigens. Mission erfüllt. (fl)
Künstler: Wild Palms | Label: One Little Indian | Reinhören: hier
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 30/2003 | The Mooney Suzuki | Natural Fact | siehe Text |
| KW 12/2010 | Mux Mool | Death 9000 (Radioversion ft. Prof & P.O.S.) | siehe Text |
| KW 13/2006 | Midlake | Young Bride | siehe Text |
| KW 50/2011 | Michael Kiwanuka | Tell Me A Tale | siehe Text |
| KW 06/2003 | The Delgados | Mad Drums | siehe Text |
| KW 45/2006 | The Long Blondes | Once And Never Again | siehe Text |
| KW 42/2009 | Cymbals Eat Guitars | Indiana | siehe Text |
| KW 26/2011 | Ossie | Set The Tone | siehe Text |
| KW 40/2003 | Lyrics Born | Calling Out | siehe Text |
| KW 20/2010 | Tinashé & Kissy Sell Out | Come On Over (This Could Be Love) | siehe Text |




