
Der Leuchtturm: Schon seit der Antike eine ebenso mystische wie pragmatische Landmarke mitten im Nichts, die es sogar zu Weltwunder-Ehren brachte. Er ist die letzte Hoffnung für alle, die die Hand vor Augen nicht mehr sehen können, im wörtlichen und übertragenen Sinn. Und damit gleichzeitig eine Erscheinung, die für Konformität und merkelsche Alternativlosigkeit steht.
Wild Palms aus London machen sich auf, den Turm einzureißen. Der Sehnsucht nach einem Leben abseits geordneter und vorgezeichneter Bahnen ohne Umschweife Nachdruck verliehen. Schleppende Beats, die den Hörer wie in einer Zeitreise zurück zu My Bloody Valentine versetzen, arbeiten sich am Falsett ab, das mehr und mehr die Oberhand gewinnt. Und doch bilden diese Gegensätze die beruhigende Gewissheit, dass es auch anders geht als vorgezeichnet. Das aufpeitschende Finale tut sein Übrigens. Mission erfüllt. (fl)
Künstler: Wild Palms | Label: One Little Indian | Reinhören: hier
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 36/2007 | Aesop Rock | Coffee | siehe Text |
| KW 37/2004 | The Dresden Dolls | Coin-Operated Boy | siehe Text |
| KW 05/2017 | Dote | Cold Lips | Eigenveröffentlichung |
| KW 47/2003 | So Solid Crew | Colder | siehe Text |
| KW 22/2008 | Air France | Collapsing At Your Doorstop | siehe Text |
| KW 37/2012 | TOY | Colours Running Out | siehe Text |
| KW 02/2007 | Locas In Love | Comandante | siehe Text |
| KW 20/2010 | Tinashé & Kissy Sell Out | Come On Over (This Could Be Love) | siehe Text |
| KW 09/2018 | Ms Banks | Come Thru | self |
| KW 22/2017 | J Hus | Common Sense | Black Butter |




