Cover: Tynethys - Thyluxe

Unsere Zukunftsmusik diese Woche kommt von den dreckigen Straßen Amerikas. Nicky Samuel aka Tynethys begann seinen Weg als Schlagzeuger in der Kirche und wollte nur die HipHop-Beats für seine Freunde produzieren. Aber niemand wollte für ihn rappen – so begann poor Tynethys es selbst zu tun. Ein nerdiger Junge aus Sacramento – heute MC, Sänger und Produzent.

„King Sphinx“ ist dabei laut eigener Aussage Tynethys' Lieblingstrack auf seinem neuen Album „Thyluxe“. Mit seiner musikalischen Basis im Cloud Rap macht Tynethys jetzt einen auf Gangstas Paradise in Dur und vereint dabei soft-souligen Gesang mit viel Schmelz in der Stimme und freche Nonsense-Raps. Dazu gibt's trashige Beats mit trashigen Texten, im Hintergrund opulente Opern-Ooohs auf Autotune und billige Synthies – klingt nach einem wackelnden Cadillac in Slow Motion. Ziemlich retro, wenn man die 00er Jahre schon in der fernen Vergangenheit sieht. Handgemachter, selbst produzierter HipHop und das hört man manchmal auch – wer verarbeitet schon ein Husten als Soundeffekt?

Und der Titel? „King Sphinx“ ist doch tatsächlich eine Figur aus dem Power-Rangers-Universum und wurde vom Bösewicht „Finster“ extra erschaffen, um den roten Ranger, den Anführer, zu zerstören. So richtig hilft diese popkulturelle Referenz nicht dabei Tynethys einzuordnen. Macht aber nichts, muss ja auch nicht immer alles Sinn ergeben.

RÜCKSCHAU

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KW 31/2003 Relaxed Muscle Sexualized siehe Text
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