Cover: Roseau

Deutsche Worte können Englisch verstanden einen morbiden Charme entfachen. Die ist dabei natürlich das prominteste Beispiel. Wer erinnert sich nicht an die Simpsons-Episode, in der sich Sideshow Bob ein „Die Bart, Die“ auf die Brust geritzt hat und dann vor Gericht erklärt „No, That's German“. Antwort von der Richterbank: „No one who speaks German could be an evil man“.  (Zu sehen in der fantastischen S05E02 „Cape Fear“)

Und während die Simpsons bekanntermaßen ihre beste Zeit hinter sich haben - wobei sich Stimmen mehren, dass es wieder leicht bergauf geht - hat Kerry Leatham a.k.a. Roseau ihre noch vor sich. „Salt“ heißt ihr Debüt-Album, das dieser Tage bei keinem geringeren Label als Big Dada erscheint. Eine große Herausforderung also, aber Leatham kann den Stress wahrscheinlich locker wegstecken. Immerhin hat sie schon mit Lapalux und Bonobo zusammen gearbeitet, für adidas gemodelt und nicht zuletzt schon vor einigen Jahren unter ihrem bürgerlichen Namen Musik gemacht.

Damals war das noch eher harmloser Indiepop, unter dem Alias Roseau ist hingegen eine verführerische Mischung aus R’n’B, Folktronica und typisch britischem Trip Hop. „Grab“ - womit wir wieder beim ersten Absatz wären - überzeugt mit genau diesen Elementen. Tatsächlich etwas melancholisch, versinkt es aber nie in großem Lamentieren, sondern ist im Gegenteil klanglich eine sehr runde Sache. (fl)

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KW 39/2003 Jet Are You Gonna Be My Girl siehe Text
KW 22/2013 Nonono Down Under siehe Text
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KW 35/2010 We Love Hide Me siehe Text