Need For Mirrors - Maxim

Wenn man sich ein wenig in der „Drum and Bass“-Szene umhört, könnte man meinen, Need for Mirrors wäre der neue Star am Elektro-Firmament: Voll des Lobes ist man für seine Werke, Empfehlung reiht sich an Empfehlung. So ganz durch die Decke gegangen ist er außerhalb der Szene noch nicht – hörenswert ist er aber definitiv.

Für alle, die sich mit „Drum and Bass“ eher weniger befassen, ganz langsam: Need for Mirrors ist ein DJ mit dem bürgerlichen Namen Joe Moses, der es – ganz nebenbei gesagt – versteht, im Internet nicht so viel über sich preiszugeben. Gebürtig kommt er wohl aus Neuseeland, vor Kurzem zog er nach London und hat da dann gleich mal die Kulturszene um zwei große Dinger ergänzt: Neben dem eigenen Label namens „Zoltar“ gründete er auch seinen eigene Clubnacht namens „Soul in Motion“. Mit letzterer reist er auch durch Europa und war Anfang des Monats in der Rotunde in Bochum zu Gast. Es war fett.

Gut möglich, dass bei diesen Events bald auch die neuste Kreation von Need for Mirrors laufen wird. Mit „Maxim“ hat er einen Song geschaffen, der in den Technoclubs der Welt wohl mehr als gut ankommen wird. Ein wahrer Wolf im Schafspelz, geht er doch noch ruhig los, mit lange gehaltenen Synthietönen und unaufdringlicher Hi-Hat. Doch spätestens, wenn die Hi-Hats immer präsenter werden und dem Lied damit die Power geben, die sich durch die ganzen fünf Minuten zieht, merkt der Hörer, dass das hier kein Song zum Wegnicken, sondern eher einer zum Kopfnicken wird. Gemischt mit Sprechgesang, teils schrammelnden, teils lang gehaltenen Elektrosounds und klickenden Beats schickt Need for Mirrors den Hörer durch die verschiedene Elemente des Songs. Pausen im Song sind keine Pausen, sondern nur ein gezielter Einsatz von Need for Mirrors, um allen auf der Tanzfläche ihre Abhängigkeit vom Beat vorzuführen. Ein Stück, fünf Minuten treibend und powervoll.

Für den kommerziellen Erfolg muss Need for Mirrors wohl ein bisschen auf die Zukunft seines Genres setzen. Hat „Drum and Bass“ breiteren Erfolg, hat Need for Mirrors breiteren Erfolg –und nicht nur in der Szene. Bei seinem Talent ist das so gut wie sicher.

(Julian Beimdiecke)

RÜCKSCHAU

KW 16/2018
1010 Benja SL Wind Up Space
KW 15/2018
St. Beauty Stone Mountain
KW 13/2018
Penya Beat Your Demon
KW 12/2018
Insecure Men Whitney Houston And I
KW 11/2018
Little Element Birds Leave

ARCHIV

WOCHE Künstler/Band NAME DES ALBUMS/SONGS MUSIKLABEL
KW 16/2018 1010 Benja SL Wind Up Space Young Turks Recordings
KW 15/2018 St. Beauty Stone Mountain The Wondaland Arts Society
KW 13/2018 Penya Beat Your Demon On The Corner
KW 12/2018 Insecure Men Whitney Houston And I Fat Possum
KW 11/2018 Little Element Birds Leave Spinnup
KW 10/2018 East Man and Eklipse Safe Planet Mu
KW 09/2018 Ms Banks Come Thru self
KW 08/2018 Ramzi Mele Heya 1080p
KW 07/2018 YUNGBLUD King Charles Universal
KW 05/2018 Drens Wilhelm Be Gone Odyssey Music