
Das typische Skandinavische in der Rockmusik zu finden, ist nicht wirklich ein schwieriges Unterfangen. Meist sind es Bands wie Mew oder Kashmir, denen zwischen selbstvergessenen Melodien und hochfliegenden Stimmen eine gewisse melpomenische Traurigkeit innewohnt. Irgendwo zwischen den drängenden Saiten und schimmernden Sounds. Eine unterkühlte Entrücktheit, die mit Worten kaum zu beschreiben ist.
Auch Lukestar aus Oslo üben sich diesem Klangideal gegenüber in ehrfürchtiger Ergebenheit. Die Gitarren in Schichtung gereiht, die viralen Falsettos mit dem Wirbelwind tanzend und die Drums schwungvoll in Rage gebracht – so gewinnt ihr Rock eine eigenbrötlerische Variante, die aber versierte und immerwährend melodiöse Lichtpunkte setzt. Die verwaschene Produktion, die an die Rundungen mancher Blonde Redhead-Platten denken lässt und die störrische, fast gebrochene Gitarrenarbeit ergänzen sich stimmig und läuten den Herbst passend ein. Jetzt müssen sich nur noch die Bäume von ihren blöden Blättern trennen. (mw)
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 26/2003 | Thee Ultra Bimboos | Black Mustang | siehe Text |
| KW 32/2012 | Lil Ugly Mane | Blazin' Up | siehe Text |
| KW 29/2013 | Muso | Blinder Passagier | siehe Text |
| KW 04/2022 | Spoon and the Forkestra | Blink Twice | Spoon and the Forkestra |
| KW 17/2013 | SOHN | Bloodflows | siehe Text |
| KW 09/2007 | Dúné | Bloodlines | siehe Text |
| KW 47/2018 | Yoste | Blue | Akira Records |
| KW 50/2006 | Owusu & Hannibal | Blue Jay | siehe Text |
| KW 09/2013 | Heterotic | Blue Lights | siehe Text |
| KW 30/2015 | Farao | Bodies | Full Time Hobby |




