
Das typische Skandinavische in der Rockmusik zu finden, ist nicht wirklich ein schwieriges Unterfangen. Meist sind es Bands wie Mew oder Kashmir, denen zwischen selbstvergessenen Melodien und hochfliegenden Stimmen eine gewisse melpomenische Traurigkeit innewohnt. Irgendwo zwischen den drängenden Saiten und schimmernden Sounds. Eine unterkühlte Entrücktheit, die mit Worten kaum zu beschreiben ist.
Auch Lukestar aus Oslo üben sich diesem Klangideal gegenüber in ehrfürchtiger Ergebenheit. Die Gitarren in Schichtung gereiht, die viralen Falsettos mit dem Wirbelwind tanzend und die Drums schwungvoll in Rage gebracht – so gewinnt ihr Rock eine eigenbrötlerische Variante, die aber versierte und immerwährend melodiöse Lichtpunkte setzt. Die verwaschene Produktion, die an die Rundungen mancher Blonde Redhead-Platten denken lässt und die störrische, fast gebrochene Gitarrenarbeit ergänzen sich stimmig und läuten den Herbst passend ein. Jetzt müssen sich nur noch die Bäume von ihren blöden Blättern trennen. (mw)
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 15/2007 | Brother Ali | Uncle Sam Goddamn | siehe Text |
| KW 16/2007 | Battles | Leyendecker | siehe Text |
| KW 17/2007 | The Twilight Sad | That Summer, At Home I Had Become The Invisible Boy | siehe Text |
| KW 18/2007 | Jack Peñate | Spit At Stars | siehe Text |
| KW 19/2007 | Von Südenfed | Fledermaus Can´t Get It | siehe Text |
| KW 20/2007 | Wiley | 50/50 | siehe Text |
| KW 21/2007 | Robyn | Konichiwa Bitches | siehe Text |
| KW 22/2007 | Menomena | My My | siehe Text |
| KW 23/2007 | Frog Eyes | Stockades | siehe Text |
| KW 24/2007 | Justice | D.A.N.C.E. | siehe Text |




