
Es ist ein Motto, was der Hippie-Zeit entstiegen sein könnte: Zurück zur Natur, zurück zur Ursprünglichkeit. Reduktion heißt die Formel, die hier alles fest im Griff hat. So fest, dass es beinahe schmerzt. Wenn Freya Berkhout ihre Stimme die Klippen herunterstürzt, leiert, leidet oder den Geister-Blues auf die Stimmbänder spannt, dann ist das der Gradmesser, ob diese Musik funktioniert. Wer sich damit arrangieren kann (die- oder derjenige mag vermutlich auch Joanna Newsom, Fever Ray, Coco Rosie, Wildbirds & Peacedrums, Björk oder Mary Margaret O’Hara), dann entfaltet sich ein Werk voll spröder Schönheit.
Heidnische Rhythmen, die skelettiert umso wirksamer ihr störrisches Spiel entfachen, treffen auf schamanischen Ausdruckstanz und wundersame Sounds aus den moorigen Niederungen der Wildnis. Es sind Skizzen eines Zaubers, die verhangen in der Luft stehen. Ein experimentelles Kammerspiel, ein sonderbar spirituelles Kraut, was eine eigenartige Stimmung hervorruft: immer auf dem Grad zwischen Bedrohung und Friedfertigkeit. Dieses australische Duo zelebriert Freak-Folk der Sonderklasse.
Das Album ist leider nur via iTunes erhältlich
Künstler: Kyu | Label: Popfrenzy
RÜCKSCHAU
ARCHIV
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| KW 49/2009 | Nice Nice | See Waves | siehe Text |
| KW 50/2009 | The Hundred In The Hands | Dressed In Dresden | siehe Text |
| KW 51/2009 | Emika | Drop The Other | siehe Text |
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| KW 53/2010 | Everything Everything | My Keys, Your Boyfriend | siehe Text |
| KW 01/2010 | The High Wire | – Odds and Evens | siehe Text |
| KW 02/2010 | King Expressers | Passed Ascension Parish | siehe Text |
| KW 03/2010 | Royal-T | 1Up | siehe Text |




