
Dabei zeugen weder seine Lyrics noch die Tiefe seiner erwachsenen Stimme davon: Archy Marshall ist erst 17 Jahre alt und beschattet sein jungenhaftes Ginger-Gesicht gern mit geradem Kappen-Schild.
In seinem Londoner Kindheits-Haus tanzte seine Mutter mit ihren Freunden öfter auf wilden Garage- und Dub-Festen und beschallte es sonst gern mit Platten aus Kreisen der Native Tongues Posse. Später brachte ihr Lebenspartner Ausstattung ins Haus, um experimentellen Jazz aufzunehmen. Passenderweise nennt Marshall Chet Baker und Gang Starr als seine stilprägenden Einflussfaktoren.
Dazu hat ein großer Kleks Blues seine verdrehten Gitarrenakkorde in ein schmerzhaftes „Black and Blue“ getaucht. „Time never gave me a chance.“ Wenn sich eins beim Auf-sich-wirken-lassen dieser durch und durch desillusionierten Zeilen nicht vermuten lässt, dann, dass das Talent, was sie singt, wohl noch ein ganzes, ziemlich buntes Leben vor sich hat. Überraschend gut.
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 15/2024 | Morgan Harper-Jones | Lose A Tooth | Play It Again Sam |
| KW 11/2024 | Thérèse | No Right Time | X-Ray Production |
| KW 10/2024 | Die neue Zärtlichkeit | STRG+ALT+ENTF | recordJet |
| KW 07/2024 | MAIKA | Little Lizard | Jazzhaus Records |
| KW 04/2024 | Edgar Homeros | Please Be Careful | Cosmos Music |
| KW 03/2024 | weesby | morgen | self-released |
| KW 51/2023 | Francis | taxilicht | Raposa |
| KW 25/2023 | Skuff Barbie | Locker | 365XX |
| KW 19/2023 | Pano | Hang in | Selbstveröffentlichung |
| KW 08/2023 | Heartworms | Retributions Of An Awful Life | Speedy Wunderground / [PIAS] |




