
Wir alle haben sie. Vorurteile. Wir Deutschen sind zuverlässig und arbeitswütig, Brasilianer sind impulsiv und temperamentvoll und Franzosen tragen alle Baskenmützchen und essen Froschschenkel. Das mag sein. Doch dass Franzosen nicht nur Vorurteile bestätigen, sondern auch noch richtig gute Musik machen, wissen wir nicht erst seit Daft Punk.
Jetzt schickt sich eine neue Combo aus Paris an, Daft Punk vom Eletropop-Thron zu stoßen. Justice heißt die Band. Diese bringen zur besten Froschschenkel-Grillsaison Ende Juli ihr Album „Cross Symbol“ heraus. Die Single „D.A.N.C.E.“, wird die erste Auskopplung und hat sich unseren Titel Zukunftmusik wahrlich verdient.
Der Song ist dreist, oder doch einfach nur gut. Denn der eindringliche Beat von „D.A.N.C.E.“ dringt selbst in die aller tiefsten Gehörgänge vor und macht keine Anstalten dort wieder herrauszukriechen.
Das Lied beginnt stark und zieht den Hörer gleich in die Story. Die ist schnell erzählt.
Es soll getanzt werden. Und das funktioniert. Die flippigen, schrägen Elektrobeats mit starkem Bass und einer Elektroorgel gehen dirkt ins Blut und in die Beine. Eine Wahl hat man nicht.
Die eigenartige Stimme lässt zum Gück nicht genau erkennen was da jetzt singt: Eine Frau, oder doch ein im Stimmbruch befindliches Mädchen? Bunt und verrückt klingt diese Mischung, die zur Einzigartigekeit beiträgt.
Zum farbenfrohen „D.A.N.C.E.“ passt auch das Video (nachzusehen unter http://www.myspace.com/etjusticepourtous).
So einfach der Text der ersten Auskopplung ist (abc,12345), umso pfiffiger ist das Arrangement. Der Song hat das Zeug zum Sommerhit. Das dieser Begriff nicht immer gleich mit qualitativ hochwertiger Musik verbunden ist wissen wir nicht erst seit dem „Las Ketchup-Song“.
Aber Vorurteile sind ja da, um widerlegt zu werden. (Tim Scheidereit)
Künstler: [[http://www.myspace.com/etjusticepourtous, Justice]]
| Label: [[http://www.edbangerrecords.com, Ed Banger]]
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 29/2005 | Mobius Band | Twilight | siehe Text |
| KW 30/2005 | Tullycraft | Our Days In Kansas | siehe Text |
| KW 31/2005 | Dvorák feat. Onejiru | Neue Welt (Orginal Version, Single Edit, Recomposed by M. Arfmann) | siehe Text |
| KW 32/2005 | Erdmöbel | Für Die Nicht Wissen Wie | siehe Text |
| KW 33/2005 | Gus Black | Certain Kind Of Light | siehe Text |
| KW 34/2005 | Princess Superstar | 10.000 Hits | siehe Text |
| KW 35/2005 | Franz Kasper | What Am I Doing Here? | siehe Text |
| KW 36/2005 | Laakso | High Drama | siehe Text |
| KW 37/2005 | Donna Regina | End Of September | siehe Text |
| KW 38/2005 | Nine Black Alps | Get Your Guns | siehe Text |




