Cover: Hinds -- Leave Me Alone

“Für alle, die Silvester genauso sehr hassen wie wir: Ab jetzt ist unser Album gratis im Stream. Mehr haben wir nicht zu sagen, lasst die Musik sprechen“ – postete die spanische Band Hinds am 31. Dezember auf Facebook und kassierte über 1000 Daumen nach oben. Liegt wohl kaum daran, dass die Leute alle Silvester so sehr hassen.

Seit ihrer Gründung 2013 haben die Hinds einige Wandlungen durchgemacht. Gestartet sind sie zu zweit, Ana Perrote und Carlotta Cosials spielten einige Shows bei Freunden und auf Partys. Damals nannten sie sich „Deer“. Ihren noch deutlich saubereren, aber auch nervigeren Sound brachten die zwei sogar auf einer kleinen Demo auf dem spanischen Mini-Label Cairo unter. Mit Bassistin Ade Martin und Amber Grimbergen an den Drums wurde ihr Sound dann deutlich rauer, erhielt seinen Garagen-Charme und die Lo-Fi-Parts. Nach gerichtlichen Streitigkeiten kam dann die finale Änderung: Aus den „Deers“ (englisch: „Hirsche“) wurden weibliche „Hinds“ (englisch: „Hirschkühe“). Passt ja auch zu den vier Girls, die sich gern im durchgestylten 80s-Look auf ihrem Tumblr oder Sekt-Schlürfend bei Instagram als spaßiges Quartett erwachsen aus einer Mädchenfreundschaft präsentieren.

Auf dem Langspiel-Debüt „Leave Me Alone“ wirkt der kieksend schiefe Gesang über kratzigem Gitarrensound und Indie-Beats ausgereift und überrascht immer wieder mit klaren Zwischenspielen und ruhigeren Momenten. Die Europa-Tournee durch schwitzige Clubs und rauchige Bars kann kommen und die ein oder andere Silvester-Party hat sich an der Single "San Diego" sicher auch schon erfreut... (Nele Posthausen)

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