Dirty Projectors - Stillness In The Move
Dirty Projectors aus Brooklyn waren nie wirklich eine Band, die es ihren Zuhörern leicht gemacht hat. Die überbordende Kreativität von Sänger, Gitarrist und Songschreiber Dave Longstreth entlud sich auf den vergangen Alben oft in entweder spärlich oder ausufert instrumentierten Epen und ließ fasziniertes und verwirrtes Publikum zrück. Und jetzt? Die erste Single des neuen Albums "Bitte Orca" hat einen schon fast tanzbaren Midtempo-Beat, der sich sehr gut mit dem zweistimmigen Gesang von Gitarristin Amber Coffmann und Bassistin Angel Deradoorian macht. Die Melodie ist wunderbarer Pop; weniger Noise und mehr Singalong. Die Band ist Teil einer Musikszene in der auch Acts wie MGMT oder Grizzly Bear heimisch sind, aber mehr Parallelen als Brooklyn lassen sich nicht wirklich finden. Außer vielleicht: dem Anspruch an die Musik; ursprüngliche Songstrukturen aufzugeben und sich in der klassischen Musik umzusehen oder Inspiration im außerhalb von Europa oder Nordamerika zu suchen. Das Dirty Projectors in "Stillness In The Move" überhaupt nicht weltfremd klingen, sondern einen der besten Songs des noch nicht wirklich alten Jahres spielen. Und ein weitere Beweis dafür, das sich der Blick über den Tellerrand lohnt. (Ann-Kathrin Eickhoff) Künstler: Dirty Projectors | Label: Domino Video: MTV (sic!) Beitrag zu der Szene in Brooklyn

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KW 16/2007 Battles Leyendecker siehe Text
KW 37/2013 Rüfüs Desert Night siehe Text
KW 46/2005 Yonderboi All We Go To Hell siehe Text