
Hier kommt also der, über den man dieses Jahr noch so viel lesen wird. Und wer über ihn liest, wird auch über James Blake lesen. Denn so man will, und man muss wohl, wird man Parallelen erkennen, zwischen letztjährigem Raketenstarter und Daughn Gibson. Denn auch dieser entstaubt ein vermeintlich antiquiertes Genre nicht nur, sondern pflanzt es samt Stiel und Wurzel um. Wie in „In the Beginning“, dem ersten Vorboten seines Debütalbums „All Hell“(per Import bereits zu kaufen).
Diesmal ist es also der Country, dem all seine Sünden vergeben werden. Gibson füllt nur die Essenz ab, ein optimistisches, karges Klavier nämlich, der Rest verdampft. Dazu erklingen ein machtvoller Bariton und eine nur auf den ersten Eindruck verirrte Drummachine im zuruckhaltenden Beat. Beinahe unbemerkt mutiert das Klavier im Refrain zum Arpeggiator und wackelt mysteriös einer sanften Frauenstimme hinterher. Man weiß noch nicht, seit wievielen Jahren Daughn Gibson den Schritt aus dem Führerhaus seines Trucks, hinein ins Studio im Kopf hatte. Aber er macht auf Anhieb so viel Ungewöhnliches so richtig, wie zuletzt nur, naja, James Blake. (sven riehle)
Links: Daughn Gibson bei Facebook | Label: White Denim
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 39/2006 | Ultra Brain | Monkiki | siehe Text |
| KW 19/2009 | We Were Promised Jetpacks | Quiet Little Voices | siehe Text |
| KW 22/2010 | Tame Impala | Solitude Is Bliss | siehe Text |
| KW 45/2005 | Clap Your Hands Say Yeah | The Skin Of My Yellow Country Teeth | siehe Text |
| KW 44/2004 | CDOASS | Speak To Me | siehe Text |
| KW 25/2003 | T. Raumschmiere | The Game Is Not Over | siehe Text |
| KW 05/2012 | Zebra Katz | Ima Read | siehe Text |
| KW 34/2012 | Tiger Love | Summer Rain | siehe Text |
| KW 21/2005 | Kevin Blechdom | The Porcupine And The Jellyfish | siehe Text |
| KW 21/2004 | The Local Boys | Tokyo | siehe Text |




