Cale Parks - Wet Paint
Schade, bis vor zwei Wochen gab es noch ein freies Zimmer in meiner WG. Jetzt nicht mehr, sonst hätte ich es ihm sofort anbieten müssen, so verlassen, wie Cale Parks auf seinen Promobildern schaut. Mitten im Wald steht er da, zwischen dürren, abgefrorenen Zweigen, mit dem Blick eines frischgebackenen Vollwaisen. Dennoch, und das ist das Paradoxe an Cale Parks erstem Album "Illuminated Manuscript", klingt seine Musik so gar nicht ausgekühlt, entrückt oder vereinsamt. Sondern anschmiegsam, fast schon kaminfeuerartig umknistert sie den alltagsgebeutelten Hörer. Wie dieser Sound nun mit dem ausgesperrten oder gar ausgesetzten Gesichtsausdruck von Cale Parks zusammen passen soll, bleibt ein Rätsel. Vor allem wohl deshalb, weil es über den Oststaatler Parks bestimmt viel heraus zu finden gibt, einem dies aber nicht gerade leicht gemacht wird. Immerhin ein paar biographisch-trockene Daten lassen sich finden, wie seine musikalische Vergangenheit in der Indie-Rock-Band Aloha. Dort war er Drummer, Pianist und Vibraphonist - keine großartige Überraschung, besteht "Illuminated Manuscript" doch ebenfalls aus nicht viel mehr als diesen Instrumenten. Gut so. (Christina Elmer) Künstler: [[ http://www.myspace.com/caleparks, Cale Parks ]] | Label: [[ http://www.polyvinylrecords.com/, Polyvinyl ]]

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