Cover: Arca - Thievery

 

Out of this world! – ein 2:33 Minuten langes Musik-Destillat sorgt für intensive außer-körperliche Erfahrung.
Geboren in Venezuela, derzeit beheimatet im Big Apple, fasziniert Produzent „Arca“ aka Alejandro Ghersi mit seinem außerirdisch anmutenden Track „Thievery“ alle, die gerne mal in den musikalischen Raumanzug steigen und neue Sphären erkunden.
Nach mehreren erfolgreichen und kreativ fruchtbaren Kollaborationen mit anderen Künstlern, schraubt Arca nun mit experimenteller Zielsicherheit an der eigenen Sound-Installation.
Der Track „Thievery“ ist dabei eine Art Vorbote aus dem weiten Kosmos Arcas, der uns auf das kommende Album "Xen" einstimmen soll.
Mit feiner, heißer Nadel ritzt der Song seine gläsernen Synthie-Wellen in den Raum und lässt sie in der Unendlichkeit langsam ausklingen, bis sie nur noch als geisterhafte Umrisse im Kopf widerhallen.
Dabei presst der Bass dumpf und mit Nachhall seine harte, aber nie erdrückende Autorität in den musikalischen Unterbau, während gleichmäßig kontrollierte Beat-Explosionen immer wieder für den nötigen Schub nach vorne sorgen.
Ein interstellares Vehikel, das sich bis auf einige abstrakte (fast unmenschlich wirkende) Voice-Samples komplett auf seine instrumentale Tiefenwirkung verlässt...oder besser gesagt: verlassen kann!
Denn selten stecken in einem so kompakt geschnürten Paket so viel Schichten, dass es auch beim wiederholten Anlauf noch Neues in der „Audiosphäre“ zu entdecken gibt.
Tipp: Wer Bock hat, sich von einem Musikvideo in Abgründe der Marke „Chris Cunningham“ werfen zu lassen, dem sei das Video inklusive exotisch-verstörender Tanzeinlage zu „Thievery“ als Zweit-Kunstwerk wärmstens empfohlen. (cs)

 

RÜCKSCHAU

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ARCHIV

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KW 30/2010 Dels Shapeshift siehe Text
KW 15/2013 Sau Poler Isolated siehe Text
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KW 07/2004 Aïsha No t´oblidis de les galetas siehe Text
KW 19/2007 Von Südenfed Fledermaus Can´t Get It siehe Text
KW 10/2011 World's End Girlfriend Les Enfants Du Paradis siehe Text
KW 43/2012 Mac DeMarco Ode To Viceroy siehe Text
KW 03/2006 Raúl Midón State Of Mind siehe Text