Active Child - – Playing House
Man muss feststellen: Musikalisch dauert das 80er-Revival weiterhin an. Vielleicht auch, weil mit dem Revial so etwas wie eine konstante Kanonisierung einhergegangen ist. Pornosaxophon, Rollschuhdisco, Synthierave sind zu alltäglichen Klängen geworden; längst sind alle Grenzen zwischen damals und heute verschwunden. Eine Band, die sich scheinbar auf die 80er bezieht, kann ebenso ihren musikalischen Ursprung in 2009 haben. Seit letztem Jahr sind Lofi-Homerecordings angesagt, und dabei wird die Renaissance der Synthies immer spiritueller, ätherischer und orchestraler. Zu Beobachten an diversen Witch-House-Projekten und im Beat-Bereich (z.B. bei The Weeknd), aus dem Active Child auch entstammt. Pat Grossi hat sich für seinen neuen Track „Playing house“ Sänger Tom Krell von How To Dress Well mit unter die Bettdecke genommen, der hier mit seinem verwaschenen Falsetto die passende Dröhnung R'n'B auf die Beats schmuggelt. Die Arbeitsteilung war klar: Eine Strophe ich, eine Strophe du. Das funktioniert weiterhin, obwohl ja die zugrundeliegende Variante musikalisch aber auch nicht mehr ganz neu ist. Das Lädierte und Schräge bekommt hier aber eine gleichzeitig wunderschöne Seite entgegen gesetzt, die wir uns auf auf dem im August erscheinenden Longplayer („You are all I see“) ebenso wünschen.

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