
Der Leuchtturm: Schon seit der Antike eine ebenso mystische wie pragmatische Landmarke mitten im Nichts, die es sogar zu Weltwunder-Ehren brachte. Er ist die letzte Hoffnung für alle, die die Hand vor Augen nicht mehr sehen können, im wörtlichen und übertragenen Sinn. Und damit gleichzeitig eine Erscheinung, die für Konformität und merkelsche Alternativlosigkeit steht.
Wild Palms aus London machen sich auf, den Turm einzureißen. Der Sehnsucht nach einem Leben abseits geordneter und vorgezeichneter Bahnen ohne Umschweife Nachdruck verliehen. Schleppende Beats, die den Hörer wie in einer Zeitreise zurück zu My Bloody Valentine versetzen, arbeiten sich am Falsett ab, das mehr und mehr die Oberhand gewinnt. Und doch bilden diese Gegensätze die beruhigende Gewissheit, dass es auch anders geht als vorgezeichnet. Das aufpeitschende Finale tut sein Übrigens. Mission erfüllt. (fl)
Künstler: Wild Palms | Label: One Little Indian | Reinhören: hier
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 38/2013 | FKA twigs | Papi Pacify | siehe Text |
| KW 43/2009 | Penguin Prison | Animal Animal (Jakwob Remix) | siehe Text |
| KW 08/2003 | Quarashi | Tarfur | siehe Text |
| KW 40/2005 | The Up Escalator | Daddy's Home | siehe Text |
| KW 23/2008 | Scuba | The Upside | siehe Text |
| KW 42/2003 | Basement Jaxx | Living Room | siehe Text |
| KW 16/2005 | The World Domination | World Domination | siehe Text |
| KW 03/2009 | Tiago La – | Ages for Avedon | siehe Text |
| KW 46/2013 | Basecamp | 2 Thingz | siehe Text |
| KW 51/2009 | Emika | Drop The Other | siehe Text |




