
Der Leuchtturm: Schon seit der Antike eine ebenso mystische wie pragmatische Landmarke mitten im Nichts, die es sogar zu Weltwunder-Ehren brachte. Er ist die letzte Hoffnung für alle, die die Hand vor Augen nicht mehr sehen können, im wörtlichen und übertragenen Sinn. Und damit gleichzeitig eine Erscheinung, die für Konformität und merkelsche Alternativlosigkeit steht.
Wild Palms aus London machen sich auf, den Turm einzureißen. Der Sehnsucht nach einem Leben abseits geordneter und vorgezeichneter Bahnen ohne Umschweife Nachdruck verliehen. Schleppende Beats, die den Hörer wie in einer Zeitreise zurück zu My Bloody Valentine versetzen, arbeiten sich am Falsett ab, das mehr und mehr die Oberhand gewinnt. Und doch bilden diese Gegensätze die beruhigende Gewissheit, dass es auch anders geht als vorgezeichnet. Das aufpeitschende Finale tut sein Übrigens. Mission erfüllt. (fl)
Künstler: Wild Palms | Label: One Little Indian | Reinhören: hier
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 23/2008 | Scuba | The Upside | siehe Text |
| KW 39/2004 | The Soundtrack Of Our Lives | Bigtime | siehe Text |
| KW 04/2003 | Rya | Planetary Council | siehe Text |
| KW 06/2011 | XXXY | You Always Start It | siehe Text |
| KW 18/2006 | Anathallo | Hanasakajijii (Four: A Great Wind, More Ash) | siehe Text |
| KW 42/2013 | Aloa Input | Another Green World | siehe Text |
| KW 04/2010 | Jay Electronica | Exhibit-C | siehe Text |
| KW 16/2005 | The World Domination | World Domination | siehe Text |
| KW 37/2011 | L-Vis 1990 | Lost In Love | siehe Text |
| KW 01/2008 | Sascha Funke | Feather | siehe Text |




