Wild Beasts - Assembly
Ratten drehen durch und fallen Tausende von Menschen an. Die Polizei und Zootierarzt Rupert Berner können sich das auch nicht erklären. Dabei sind die Nager nicht einmal die einzigen Tiere, die den Verstand – soweit vorhanden – verlieren. Und als Tiger, Bären und Elefanten aus dem Zoo ausbrechen, hat keiner mehr was zu Lachen. Grob umrissen ist das die Handlung von „Wild Beasts“, einem italienischen Horrorschocker aus den 80er Jahren. Es bleibt anzuzweifeln, ob die Band Wild Beasts ihre Inspiration tatsächlich aus dem drittklassigen Film von Franco Prosperi gezogen hat, als sie über ihren Namen diskutierte. Über den gibt es dafür noch eine ganze Menge mehr zu erzählen. Zum Beispiel, dass es ihn erst seit Januar 2004 gibt, weil die Band vorher Fauve hieß. Und dass Fauve französisch ist und auf englisch übersetzt nichts anderes bedeutet als Wild Beast. Der Kreis schließt sich. Bei der Musik ist der Sachverhalt nicht ganz so leicht zu beschreiben, verhält es sich doch da ein bisschen so wie mit Windmill: Hat man sich erst einmal an die ungewöhnliche Kopfstimme des Sängers gewöhnt (der im Falle von Wild Beasts übrigens Hayden Thorpe heißt), offenbart die Musik plötzlich erst, wie innovativ sie ist. Bei Assembly, der aktuellen Single der Engländer, braucht es dazu nicht mehr als ein Klavier, ein paar Background Vocals und ein extrem verspielter Bass. Mit so viel Konvention so viel Neues zu schaffen, ist eine Leistung, die man anerkennen muss. Reinhören ist unbedingt empfehlenswert. (skl) Video: [[http://www.youtube.com/watch?v=PgfX8BZfHhc, "Assembly"]] | Künstler: [http://www.wild-beasts.co.uk, Wild Beasts]

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