Twin Shadow - Slow
Irgendwie hat das 80er-Revival nie so richtig geendet. Es zieht sich in schöner Regel- und Mittelmäßigkeit bis heute durch eine Musikwelt, in der Dieter Gorny und Co. Raubmordkopierer für sinkende Verkaufszahlen verantwortlich machen und dabei nur allzu gerne verschweigen, dass die Ursache hauptsächlich in lieblos abgelieferten Produkten liegt. Falsche Vorbilder, 1:1-Kopien, kein Mut zum Risiko - so könnte man den Status dieses permanenten Revivals charakterisieren. George Lewis Jr. alias Twin Shadow zeigt, dass es auch anders geht. Stritten sich Anfang und Mitte der 80er Jahre The Smiths, New Order, The Cure und viele weitere mit Haken und Ösen um die Herzen trauriger britischer Teenager, gelingt es ausgerechnet einem Amerikaner aus Brooklyn, die verschiedenen Ausprägungen miteinander zu versöhnen und so für eine neue Zeitrechnung fit zu machen. Wenn er in "Slow" über Liebe doziert und schließlich desillusioniert beteuert "I Don't Wanna Believe In Love", klingt das immer noch unglaublich authentisch schmerzverzerrt. Doch eine gehörige Portion Hipstertum bewirkt einen bemerkenswerten Tenor zwischen Augenzwinkern und Depression. Wahrhaftig ein Charming Man. (fl) "Slow" entstammt dem Album "Forget" (VÖ: 12.11.). Künstler: Twin Shadow | Label: 4AD

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KW 16/2014 Clipping Work Work Sub Pop
KW 33/2018 Yuno Fall In Love Sub Pop
KW 29/2011 Willy Moon I Wanna Be Your Man siehe Text
KW 38/2009 Jahdan Blakkamoore - She Said siehe Text
KW 49/2007 Wild Beasts Assembly siehe Text
KW 51/2003 Miles Magic siehe Text
KW 09/2012 Exitmusic Passage siehe Text
KW 16/2010 Maps & Atlases Solid Ground siehe Text