Ms Banks - Come Thru

Arrogant, hübsch, on point: Ms Banks. "Black girl magic, I got that hocuspocus, oh, I'm so focus, let me dust of my shoulders", rappt sie auf Come Thru. Wir stellen vor, Ms Banks, die gerade aufstrebendste Künstlerin aus Englands lebendiger Grime-Szene.

Tyra Banks rappt schon seit sie elf Jahre alt ist. Ja, die heute Anfang 20-Jährige hat sehr früh losgelegt. Das hört man jetzt. Der Sound ist schon so catchy, die Bars stimmen, die Beats machen Bock auf mehr - dabei kommt die Künstlerin erst jetzt mit ihrem eigenen Debüt um die Ecke.

Im vergangenen Jahr hat sie mit Stormzy und JME zusammengearbeitet. Na klar, London hält zusammen. In der Keimzelle des Grime, dem Süden der britischen Hauptstadt, lebt nämlich auch Ms Banks.

Drei Singles hat sie in den letzten sechs Monaten veröffentlicht - alle self-released. Die Neueste heißt Come Thru, voller Ironie und Punchlines über die Stärken der Frau. Damit kopiert Ms Banks nicht etwa ihre wenigen weiblichen Kolleginnen, sondern reiht sich perfekt zwischen ihnen ein. Ihr Grime klingt mehr nach Rap und ist nicht so energiegeladen wie die Musik von Little Simz. Ihr Flow ist langsamer als der von Lady Leshurr.

Wer jetzt denkt, Ms Banks macht Grime light, ist falsch gewickelt.

(Julian Beyer, eldoradio*)

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