
Auch nach über zehn Jahren im Biz ist es natürlich nicht zu spät, sich noch einmal neu zu erfinden. Joe Williams aus New York setzt da sogar schon beim Namen an. Als Motion Graphics setzt er sich deutlich vom relativ bekömmlichen Indietronica, das bisher seinen musikalischen Weg bestimmte, ab und versucht sich an abstrakteren und klareren Klängen.
Wenig könnte für diesen Ansatz so gut geeignet sein wie die Vertonung der virtuellen Welt. Spätestens seit Kraftwerk wissen wir, dass das Innenleben von Computern und Programmen auch in Töne und Klänge übersetzt unendlich viel zu bieten hat. Motion Graphics‘ Debütalbum taucht tief in diese Welt ein und lässt den virtuellen Raum gleichsam mit der Welt da draußen verschmelzen.
Da ist es schon fast zwangsläufig, dass mit Minecraft einem der bahnbrechenden Games dieses Jahrzehnts ein ganzer Song gewidmet wurde. „Minecraft Mosaic“ macht ganz wie das Spiel anfangs den Eindruck, als wisse es nicht genau, welchen Weg es nehmen soll. Doch am Ende zeichnet sich ein wunderbar strukturiertes Gesamtbild ab. (fl)
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 32/2011 | I Break Horses | Winter Beats | siehe Text |
| KW 33/2011 | Iceage | Broken Bone | siehe Text |
| KW 34/2011 | Balam Acab | Motion | siehe Text |
| KW 35/2011 | Sampha | Indecision | siehe Text |
| KW 36/2011 | Lana Del Rey | Video Games | siehe Text |
| KW 37/2011 | L-Vis 1990 | Lost In Love | siehe Text |
| KW 38/2011 | Tape3000 | Förstår Mig | siehe Text |
| KW 39/2011 | Kuedo | Scissors | siehe Text |
| KW 40/2011 | Wise Blood | Penthouse Suites | siehe Text |
| KW 41/2011 | Ghoul | The Slip | siehe Text |




