Cover: Marlon Williams

In Neuseeland wird demnächst darüber abgestimmt, ob das Land eine neue Flagge bekommen soll. In einem langwierigen Verfahren wurden zunächst Vorschläge durch eine Jury ausgewählt und dem Volk zur Wahl gestellt. Der Siegerentwurf muss nun noch gegen die aktuelle Flagge antreten, allzu gute Chancen werden ihm in den Umfragen allerdings nicht eingeräumt.

Ginge es nach der Musik auf Marlon Williams’ selbstbetitelten Debüt-Album, hätte man zusätzlich auch noch über die Stars and Stripes der USA abstimmen lassen können. Denn der Neuseeländer taucht so tief in Americana, Alt- Country und Bluegrass ein, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Dabei beherrscht er den vermeintlich einfachen heiteren Folk-Song genauso gut wie die zerrissenen und voller Selbstzweifel geprägten Momente, die das Album klar dominieren. In dieser Kategorie ganz vorne mit dabei ist „Strange Things“, dessen Fluss immer wieder gebrochen wird, wenn sich Schwermütigkeit breitmacht und die Szenerie überlagert. Hier kommt er Legenden wie Townes van Zandt, Jason Molina und Bonnie ‘Prince‘ Billy ganz nahe. (fl)

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KW 15/2024
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ARCHIV

WOCHE Künstler/Band NAME DES ALBUMS/SONGS MUSIKLABEL
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KW 29/2012 Jesca Hoop Born To siehe Text
KW 48/2012 Parquet Courts Borrowed Time siehe Text
KW 27/2011 Domo Genesis Boss' Life siehe Text
KW 37/2014 Les Sins Bother Company Records
KW 29/2006 Mekon – Boy Bitten siehe Text
KW 21/2006 Hot Chip Boy From School siehe Text
KW 25/2017 Alfa Mist Breathe self
KW 23/2018 Aisha Badru Bridges Nettwerk
KW 49/2013 Broods Bridges siehe Text