
Das typische Skandinavische in der Rockmusik zu finden, ist nicht wirklich ein schwieriges Unterfangen. Meist sind es Bands wie Mew oder Kashmir, denen zwischen selbstvergessenen Melodien und hochfliegenden Stimmen eine gewisse melpomenische Traurigkeit innewohnt. Irgendwo zwischen den drängenden Saiten und schimmernden Sounds. Eine unterkühlte Entrücktheit, die mit Worten kaum zu beschreiben ist.
Auch Lukestar aus Oslo üben sich diesem Klangideal gegenüber in ehrfürchtiger Ergebenheit. Die Gitarren in Schichtung gereiht, die viralen Falsettos mit dem Wirbelwind tanzend und die Drums schwungvoll in Rage gebracht – so gewinnt ihr Rock eine eigenbrötlerische Variante, die aber versierte und immerwährend melodiöse Lichtpunkte setzt. Die verwaschene Produktion, die an die Rundungen mancher Blonde Redhead-Platten denken lässt und die störrische, fast gebrochene Gitarrenarbeit ergänzen sich stimmig und läuten den Herbst passend ein. Jetzt müssen sich nur noch die Bäume von ihren blöden Blättern trennen. (mw)
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 10/2010 | Tanlines | Real Life | siehe Text |
| KW 32/2008 | The Cool Kids | Bassment Party | siehe Text |
| KW 43/2006 | Love Is All | Make Out Fall Out Make Up | siehe Text |
| KW 25/2007 | Loney, Dear | I Am John | siehe Text |
| KW 43/2003 | Kamerakino | Ferienwohnung | siehe Text |
| KW 08/2013 | Josef Salvat | This Life | siehe Text |
| KW 49/2004 | The Unicorns | Sea Ghost | siehe Text |
| KW 40/2009 | Drums | I Felt Stupid | siehe Text |
| KW 12/2009 | DM Stith | Thanksgiving Moon | siehe Text |
| KW 05/2008 | Alela Diane | The Rifle | siehe Text |




