
Das typische Skandinavische in der Rockmusik zu finden, ist nicht wirklich ein schwieriges Unterfangen. Meist sind es Bands wie Mew oder Kashmir, denen zwischen selbstvergessenen Melodien und hochfliegenden Stimmen eine gewisse melpomenische Traurigkeit innewohnt. Irgendwo zwischen den drängenden Saiten und schimmernden Sounds. Eine unterkühlte Entrücktheit, die mit Worten kaum zu beschreiben ist.
Auch Lukestar aus Oslo üben sich diesem Klangideal gegenüber in ehrfürchtiger Ergebenheit. Die Gitarren in Schichtung gereiht, die viralen Falsettos mit dem Wirbelwind tanzend und die Drums schwungvoll in Rage gebracht – so gewinnt ihr Rock eine eigenbrötlerische Variante, die aber versierte und immerwährend melodiöse Lichtpunkte setzt. Die verwaschene Produktion, die an die Rundungen mancher Blonde Redhead-Platten denken lässt und die störrische, fast gebrochene Gitarrenarbeit ergänzen sich stimmig und läuten den Herbst passend ein. Jetzt müssen sich nur noch die Bäume von ihren blöden Blättern trennen. (mw)
RÜCKSCHAU
ARCHIV
| WOCHE | Künstler/Band | NAME DES ALBUMS/SONGS | MUSIKLABEL |
|---|---|---|---|
| KW 40/2010 | Jamie Woon | Night Air (Ramadanman Refix) | siehe Text |
| KW 37/2013 | Rüfüs | Desert Night | siehe Text |
| KW 25/2013 | Ms. Henrik | Mark | siehe Text |
| KW 33/2006 | Dani Siciliano | Why Can't I Make You High | siehe Text |
| KW 50/2004 | Sugarplum Fairy | (And Please) Stay Young | siehe Text |
| KW 37/2008 | Rainbow Arabia | Let Them Dance | siehe Text |
| KW 20/2011 | Hooray For Earth | True Loves | siehe Text |
| KW 01/2013 | Glitches | Leper | siehe Text |
| KW 13/2007 | Hazmat Modine | Bahamut | siehe Text |
| KW 17/2009 | Delphic | Counterpoint | siehe Text |




