Cover: Farao

Die Fragen, warum und wie Musiker ihr zu Hause verlassen, wohin sie es zieht und welche Cluster sich hierdurch in den kreativen Zentren der Welt bilden, wäre sicherlich eine lohnenswertes Thema für eine Abschlussarbeit an der Uni. Gut möglich, dass am Ende dabei herauskommen könnte, dass es zumindest Europäer vor allem nach London zieht - Beispiele gibt es auch in dieser Rubrik mehr als genug.

Ebenfalls dabei: Kari Jahnsen alias Farao. Doch auch wenn sie ihren Lebensmittelpunkt inzwischen nicht mehr in ihrem Heimatland Norwegen hat, merkt man ihr ihre Herkunft direkt nach wenigen Sekunden an. Kühle skandinavische Beats treffen spielerisch leicht auf ihre kristallklare Stimme, immer garniert mit einer ordentlichen Portion Experimentierfreudigkeit und Versponnenheit.

Faraos neue Single, unsere aktuelle Zukunftsmusik, gibt sogleich einen vielversprechenden Ausblick darauf, was wir uns auf ihrem Debüt-Album „Till It‘s All Forgotten“ (VÖ: 11.09.2015) erwarten könnte. Denn zu den oben genannten Elementen gesellt sich in „Bodies“ noch eine verblüffend ausgereifte Produktion, die dem Song den nötigen Schliff hin zum verleiht, aber dabei niemals überdreht oder gar den offensiv-poppigen Anspruch von Faraos Landsfrau Susanne Sundfør verfolgt. Gut so, denn etwas weniger ist hier im Ergebnis tatsächlich mehr. (fl)

RÜCKSCHAU

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ARCHIV

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KW 34/2003 The Libertines Don´t Look Back Into The Sun siehe Text
KW 36/2003 Skinny Norris Fuck siehe Text
KW 38/2003 Pink Grease Susie siehe Text
KW 39/2003 Jet Are You Gonna Be My Girl siehe Text
KW 40/2003 Lyrics Born Calling Out siehe Text
KW 41/2003 The Quantic Soul Orchestra Hold It Down siehe Text
KW 42/2003 Basement Jaxx Living Room siehe Text
KW 43/2003 Kamerakino Ferienwohnung siehe Text
KW 44/2003 Primal Scream Some Velvet Morning (feat. Kate Moss) siehe Text