Deem Spencer - birds bees

Deem Spencer lehnt sich zurück, fährt seine Stimme runter. Der Rapper prescht nicht nach vorne wie andere. Die Single birds bees besticht durch wenige Elemente und entschleunigt die Gedanken der ZuhörerInnen - und das macht sie so spannend.

Deem Spencer kommt aus dem New Yorker Stadtteil Queens und hat 2016 seine erste EP herausgebracht. 2017 folgte Nummer Zwei We think we alone. Dazu inspiriert hat ihn die schwere Krankheit seines Großvaters, wie er dem Musikmagazin „The Fader“ in einem Interview erzählt hat: „There was this super heavy feeling that I’d never felt before...[that] brought me home and showed me what’s really important.”

Als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk beschert uns der Künstler nun zusammen mit den New Yorkern sixpress einen ganz neuen Song. In birds bees stehen ein eingängiger Beat und Soundeffekte im Vordergrund. Im Hintergrund ertönt ebenso eingängig die Stimme von Deem Spencer. Sein Rap prescht nicht nach vorne, sondern lehnt sich besonders im Refrain eher zurück. Trotz der wenigen und wiederkehrenden Elemente bleibt das Lied die ganze Zeit spannend. Man kann sich beim Zuhören treiben lassen oder aufmerksam versuchen den Text zu verstehen, den der Künstler oftmals ein wenig vor sich hin murmelt.

Besonders spannend ist, dass neben dem Rap von Deem Spencer noch eine weitere Stimme im Song erscheint, der man aber nie so richtig auf die Spur kommt. Am Ende des Liedes hat man das Gefühl, noch nicht alles gehört zu haben und wartet auf eine Fortsetzung. Auch der Künstler selbst gibt sich eher geheimnisvoll. Auf seiner Facebookseite teilt er bis auf seine Heimatstadt nur zwei Infos über sich: „I’m so cool“ und „I'm several years old“.

(Lina Wiggeshoff, eldoradio*)

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