Benga - Night
Es hat etwas mit Ursprünglichkeit zu tun, wenn der afrikanisch anmutende Bass durch diesen Song stapft. Ein Beat, der erinnert, dass Muskulosität in der Idealtypisierung der Männlichkeit schon immer eine herausragende Rolle gespielt hat. Sei es im Körperkult der Eingeborenenvölker oder im subtilen Auswahlverfahren der großstädtischen modernen Frau, die instinktiv der uralten Vorstellung von Stärke folgt und immer zum markanteren Gesicht tendiert. „Night“ beansprucht dieser Stärke für sich und macht es sich mit strammen Schritt auf dem Tanzflur gemütlich. Das Muscle-Shirt im Anschlag – schließlich will man die Mädels heute Abend beeindrucken. Zumindest diejenigen, die einem heißen Flirt und körperlichen Kontaktanbahnungen nicht abgeneigt sind. Nein, Understatement und Zurückhaltung kann man Benga wohl nicht unterstellen, zu heiß pulsiert das Magma unter seiner Oberfläche. Die Subbässe von „Night“ gleichen Tiefschlägen gegenüber den Mitbewerbern, das Hauptthema wird mantra-artig durchexerziert und versetzt die Welt um einen herum in Trance. Ein Sog, ein Tanz für die Nacht, der zeigt, wer König im Londoner Underground ist. Sollte Dub-Tech in der Londoner Szene eine Zukunft haben, dann in der Variabilität, die dieser junge Künstler aufzeigt. Sein Debüt ist ein harter, direkter und unglamouröser 2Step, der Kompromisse nur dann zulässt, wenn er sie sich selbst zu eigen machen kann. Die Single „Night“ (ft. Coki) verbindet afrikanische Tugenden und heiße Partynächte, animalische Triebe und dunkle Exzesse. Vielleicht ist es das Leben, dessen Ursprünglichkeit und Allgegenwart uns hier wieder bewusst wird. ------ "Night" ist bereits als 12'' und auf dem empfehlenswerten Album "Diary Of An Afro Warrior" erschienen Künstler: [http://www.myspace.com/bengabeats, Benga] | Label: [http://www.tempa.co.uk/, Tempa]

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