Cover: AKASE - Rust

 

Da ist sie wieder, die Melancholie. Packt uns mit ihren düsteren, aber irgendwie schönen Erinnerungen. Taucht alles in ein grau-blaues Licht, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleich erscheinen. Die verlorene Heimat, Vergänglichkeit und der bevorstehende Weg – das sind die Themen von „Rust“. Alles vergeht zu Staub und unsere vermeintlich sicheren Strukturen sind von Rost überzogen, so die Quintessenz. Das könnte weinerlich klingen oder uns in eine depressive Leere ziehen, tut es aber nicht.

Die warmen Bässe wummern beruhigend und geben uns Halt, während die Beats vorwärts treiben, in die Zukunft streben. Dazwischen ein Geflecht aus sanften, vor sich hinschwebenden Klängen. Und über allem: die Stimme von Singer/Songwriter Robbie Redway, die mal sopranartig leicht klingt, dann wieder kräftig und tief. Ein Sound, der die Melancholie bestens umsetzt, aber nie in Weltschmerz umschlägt. „Rust“ ist die erste Single von AKASE, einem Projekt von Produzent Harry Agius und Singer/Songwriter Robbie Redway. Agius ist auch unter dem Namen „Midland“ bekannt: einer der erfolgreichsten Produzenten Großbritanniens und eigentlich im Techno- und House-Bereich zuhause. AKASE bewegt sich aber weg vom Dancefloor und begibt sich auf Entdeckungsreise. Über ihre Single sagen Redway und Agius, sie sei eine Art Katalysator gewesen. Nach sechs Monaten Songwriting habe es diesen „Klick“ gegeben – und plötzlich hätten sie gewusst, wie AKASE klingen sollte.

Von „Rust“ ausgehend ist dieser AKASE-Sound eine perfekte Mischung aus verblüffend leichtfüßigen Dancefloor-Beats und feinfühligem Songwriting. Ein Sound, der sehnsüchtig macht, nach der bald erscheinenden Debut-LP. (mk)

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