Voll Psycho: K.Flay

Außerhalb von Hörsälen und Seminarräumen haben viele von uns heute nicht mehr so viel Zeit für krasse Dinge neben dem Studium. Doch manche Studis schaffen es, sich einen Lebenstraum zu verwirklichen. So wie die 32-jährige Kristine Flaherty aus den USA – sie hat Psychologie und Soziologie an der renommierten Stanford University studiert. Und gleichzeitig eine internationale Musikkarriere gestartet. Beim Hurricane Festival hat eldoradio* Kristine getroffen. Besser bekannt als K.Flay.

Kristine FlaherK.Flay hat Pschologie und Soziologie an der Elite-Uni Stanford studiert. So bedröppelt wie hier hat sie im Interview mit uns zum Glück nicht gucken müssen.ty beginnt mit der Musik, als sie gerade angefangen hat zu studieren. Kein ganz gewöhnliches Studium – Psychologie und Soziologie an der Elite-Uni Stanford. Doch K.Flay nimmt sich nebenher die Zeit, ihre Leidenschaft für Musik auszuleben. Sie glaubt, es sei so ähnlich wie in Beziehungen. Man könne richtig viel um die Ohren haben, aber wenn man wirklich etwas für jemanden empfindet, dann schaffe man es auch, sich dafür Zeit zu nehmen, sagt sie. Und genauso sehe sie das mit der Musik. Ihr anspruchsvolles Studium hatte aber durchaus auch Einfluss auf K.Flays kreative Ader. Was sie als Studentin gelernt hat, fließt jetzt in ihr Songwriting und in ihre Texte.

"Einer der Huaptpunkte, die ich als Studentin gelernt habe, hat nicht ausschließlich mit der Welt der Psychologie oder Soziologie zu tun, sondern vielmehr mit der Wichtigkeit des Details. Und zwar, dass es beim wirklich großartigen Schreiben darum geht, Momente so genau wie möglich wiederzugeben, damit sich etwas umfassend anfühlt."

Ihre Musik ist abwechslungsreich, vielschichtig, atmosphärisch. Zwischen Hip-Hop, R'n'B und Rock haben Einflüsse aus zahlreichen Genres den Weg in ihren Sound gefunden. Viele ihrer größten Einflüsse waren Leute aus dem Hip-Hop. Outkast haben ihr immer gefallen und außerdem sei sie ein großer Tribe-Fan, erzählt Kristine im Interview.

"Dizzee Rascal's erste Platte hat mich wiklich sehr beeinflusst. Ich habe das Gefühl, dass jede Menge Rap in meinem Kopf umhergeschwirrt ist. Das schon so ein Arte großer Inspiration. Später habe ich mehr Rock und Indie gehört. Während meiner letzten Platte habe ich sogar angefangen mir Black Sabbath anzuhören, 40 Jahre zu spät."

Ihr zweites Album Every Where is Some Where klingt demnach auch rockiger, rauer als der Vorgänger. Nach der Veröffentlichung im April landet sie damit in den Heatseeker-Charts vom US-Billboard-Magazin ganz vorne.

 

Mit ihrer neuen Musik ist K.Flay nun auch in Europa unterwegs. Auftritte in Deutschland mussten die Veranstalter bereits in größere Hallen verlegen, so groß war der Andrang. Zu touren und aufzutreten gebe ihr eine enizigartige Gelegenheit, die "wunderschäne Menschlichkeit" überall zu sehen, sagt sie. Denn jeden Tag sei sie Teil dieses positiven Events (Konzert, Anm.d. Red.), - zumindest hofft sie, dass es positiv ist - wo junge Leute zusammenkommen und ihre Erfahrungen miteinander teilen. Und das sei eine Erfahrung über Kunst, Emotionen und Verbindungen.

Die Verbindung zum Publikum ist es also, die K.Flay mit ihrer Musik sucht. Auf dem Hurricane-Festival kreigt sie diese Verbindung hin. Mit ihrem Auftritt eröffnet sie die eher kleine Zeltbühne. Es ist ein kurzes Konzert, früh am Tag. Aber diejenigen, die sich K.Flay anhören, sind schon voll dabei. Von den jüngeren Zuschauern im Publikum können viele alle Texte mitsingen.

(Foto: Universal Music)

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